Einfaches Landbrot über Nacht

Zurück aus dem Urlaub hab ich vor Allem eins vermisst: gutes Brot. Zwar hatte unser zweites Hotel frisches hausgebackenes Brot, aber so richtig aromatisch war das leider auch nicht. Zu Hause angekommen, war ich dann erstmal wieder bei den Brotpuristen shoppen, habe mich ordentlich eingedeckt und mich am Folgetag auch selbst wieder frisch ans Werk gemacht. Seit einer Weile probiere ich mich schon an einem Rezept für ein Landbrot, welches ich über Nacht zur Gare stellen und am nächsten Tag backen kann. Das Non Plus Ultra unter den Landbroten ist hier natürlich das Tartine Bread. Dieses ist aber relativ zeit- und arbeitsaufwändig. Da hat man nicht immer zwingend Lust drauf.

Mittlerweile bin ich beim „Landbrot über Nacht“ beim ca. 15ten Versuch. Mehr Mehl, mehr Wasser, mehr Hefe, warm gehen lassen, kalt gehen lassen, reines Weizenbrot, mit etwas Roggenanteil … die verschiedensten Kombinationen habe ich ausprobiert. Nun habe ich die für mich (vorerst) perfekte Kombination herausgearbeitet und möchte sie gerne mit euch teilen. Es kommt geschmacklich nicht ganz an das Tartine Bread ran, aber für ein Brot, dem so wenig Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, ist es wirklich verdammt gut. Krachende Kruste und eine lockere und saftige Krume. Durch den kleinen Roggenanteil hält es sogar nochmal etwas länger frisch als ein reines Weizenbrot. Auch drei Tage nach dem Backtag schmeckt es noch sehr gut – wenn es denn mal so lang überlebt.

Ein Landbrot ist flexibel

Unten habe ich die ungefähre Zeitleiste aufgeschrieben, wie ich das Landbrot am liebsten backe. Der Teig ist allerdings relativ flexibel. Wer morgens gerne länger schläft, kann beispielsweise auch erst um 10:00 Uhr weitermachen und muss die anderen Schritte eben dann entsprechend zeitversetzt durchführen. Ebenso kann man am Vortag den Teig schon etwas früher oder ein wenig später ansetzen. Das macht dem Teig nicht so sehr viel aus. Hauptsache er bekommt einige Stunden über Nacht Zeit, um sich zu entwickeln.

Rezept & Zutaten

  • 425g Weizenmehl 550
  • 75g Roggenmehl 1150
  • 25g Weizenvollkornmehl
  • 400g Wasser
  • 20g aktiver Weizensauerteig
  • 11g Salz
  • 2g Frischhefe

Einfaches Landbrot über Nacht

Zubereitung

Tipp: Ein Liste der von mir verwendeten Hilfsmittel findet ihr übrigens hier.

20:00 Uhr: Mehle und Wasser in der Küchenmaschine für 3 Minuten mischen und 30 Minuten bei Raumtemperatur zur Autolyse ruhen lassen.

20:30 Uhr: Den Sauerteig, Salz und Hefe hinzugeben und alles für rund 7 Minuten auf kleinster und 3 Minuten auf der zweiten Stufe zu einem Teig verarbeiten. Bis zum Folgetag abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen (ca. 20°).

08:00 Uhr: Den Teig dehnen und falten. Dazu mit befeuchteten Händen am Rand der Schüssel entlang unter den Teig greifen, leicht ziehen/dehnen und zur Mitte hin falten. Schüssel um 90° drehen und drei mal wiederholen, sodass jede Seite einmal gefaltet wurde. (Videoanleitung)

09:00 Uhr: Nochmals dehen und falten.

10:00 Uhr: Einen gusseisernen Topf in den Ofen stellen und den Ofen auf 250 Grad vorheizen. Den Teig auf der leicht bemehlten Oberfläche rundwirken. Dazu den Teig zu einer ungefähr quadratischen Form ziehen. Nun ein drittel der Länge nach nach innen falten. Die gegenüberliegende Seite darüber falten. Teig um 90° drehen und wiederholen (Videoanleitung). Mit Schluss nach oben in ein Gärkörbchen legen. Eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.

11:00 Uhr: Den Teigling in den vorgeheizten Topf stürzen. 30 Minuten mit Deckel backen. Danach den Deckel abnehmen und weitere 20-30 Minuten backen. Je nach dem wie dunkel man das Brot mag.

12:00 Uhr: Fertiges Landbrot auf einem Gitter abkühlen lassen und schon bald genießen.

73 Kommentare

  • Johanna sagt:

    Wow! Das werde ich ausprobieren! Das Brot sieht fantastisch aus!??☺️

    Liebe Grüße
    Johanna von http://www.dinner4friends.de

  • Bille sagt:

    Hallo Jens,,
    danke für das tolle Rezept,,,kann ich das Brot auch ohne den Topf backen…
    Lieben Gruß,,,Bille

    • Jens sagt:

      Hi Bille,

      klar kannst du das Brot auch ohne Topf backen. Um ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen musst du dann aber idealerweise mit ordentlich Dampf und am besten auch auf einem Pizzastein backen. So erhälst du eine besonders tolle Kruste. Auch solltest du die Temperatur nach der Hälfte der Backzeit auf 200° runterregeln.

  • Laura sagt:

    Hallo Jens,
    mein Sauerteigi verweigert derzeit etwas die Mitarbeit, aber sobald er wieder mag, werd ich das sicher mal nachbacken!

    VG
    Laura

  • Heide sagt:

    Hallo Jens,
    kann ich das Brot nicht auch im gewässerten Römertopf backen? Dann wird’s zwar nicht viereckig, aber sonst sollte es doch klappen, oder?
    Beste Grüße
    Heide

  • Soeben neu entdeckt! Toller Blog, tolle Rezepte & echt schön gemachte Page! Weiter so! 🙂

  • Margarete Engler sagt:

    Habe dieses Brot dank deinem Rezept als standartrezept,mal mit dunkeln Bier mal mit Körnern oder geriebenen Apfel alles sehr flexibel mit dem tollen Rezept .danke!klappt immer supi!

    • Jens sagt:

      Freut mich, dass das Rezept bei dir gut ankommt Margarete.

      Ich habe es jetzt auch schon ziemlich oft gebacken. Mit Bier muss ich das auch mal ausprobieren. Danke für den Tipp!

  • Werner sagt:

    Hallo Jens
    Wirklich super dieses Brot. Als „Brotbackanfänger“ hatte ich damit ein richtiges Erfolgerlebnis. Habe seit langem nach einem einfachen Rezept für meinen ersten, selber gemachten Sauerteig gesucht. Sogar meine Freundin war begeistert.
    Was passiert eigentlich wenn man keine Hefe verwendet?

  • sigi sagt:

    Hi Jens, erstmal Danke für deinen coolen „Rezeptestil“
    Das Landbrot über Nacht ist sowas von köstlich und schmeckt auch nach 3 Tagen super lecker. .Der Zeitablaufplan ist klasse ausgearbeitet.

  • Margarete Engler sagt:

    Wie bewahrt ihr euer Brot so auf(brotkasten)oder habt ihr einen guten Rat wie das Brot besonders lange frisch bleibt?

  • sigi sagt:

    Hi Jens,
    das nächste Brot über Nacht wird gerade angesetzt, diesmal Versuch mit Roggensauerteig, Roggenvollkornmehl und Roggenmehl 1150, werde über Ergebnis berichten.
    Zum Frischhalten von Brot (sofern überhaupt Restchen über) habe ich gute Erfahrung mit normalen Butterbrotpapier gemacht

  • Sigi sagt:

    Hi Jens,
    Roggensauerteigbrot geschmacklich 1a, schöne Kruste, die Krumme saftig und locker, einzig die Optik ist verbesserungswürdig. Der Teig war sehr feucht, kaum formbar (bei Roggensauerteig habe ich das Dehnen und Falten übersprungen, nicht aber die entsprechende Gare) Gärkorb mit Roggenvollkornmehl bestäubt. Rundwirken und Schluss nach oben oder unten, keine Chance, der Teig war zu weich, hatte aber trotz ca. 1 gr. Hefe enorme Triebkraft und einen unglaublich guten Sauerteigduft. Also, von wegen beherzt den Teig aus dem Gärkorb in den Topf kippen, na, ja… erstaunt war ich über Klebefreudigkeit im Gärkorb.
    Erstaunt war ich über Ergebnis, so schmeckte Sauerteigbrot früher, als es noch richtige Backstuben gab, sah damals besser aus als meines heute.
    Dein fränkisches Bauernbrot-Rezept gehört , wie auch Chiabatta- und Baguette-Rezept zu meinen Lieblingsrezepten

    • Jens sagt:

      Beim nächsten mal dann einfach noch die Mehlmenge etwas erhöhen. Dann sollte es doch passen.
      An diesem Rezept hier habe ich auch ewig getüftelt, bis ich es so hatte, wie ich mir das vorgestellt habe. Sofern die Fehlversuche nur ein bisschen weniger gut aussehen aber richtig toll schmecken, ist doch alles super 😉

  • Evi Marie sagt:

    Hi Jens, bin gestern durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und da lachte mich gleich das Landbrot an. Ich musste es einfach sofort ausprobieren und bin total begeistert. So eine schöne Porung und leckere Kruste erreiche ich selten! Das wird ein neues Standardrezept werden. Habe es hier https://instagram.com/p/BO4im2QjdyO/ gepostet.
    Dein Blog gefällt mir sehr gut und besonders auch dein Supper Club! Wenn wir mal in der Pfalz sind, würde ich sehr gern mal dein tolles Angebot nutzen. Etwas in der Art schwebt mir auch schon länger vor und wartet auf Umsetzung.
    Liebe Grüße aus Hamburg
    Evi M. aka Nitzenplitz

    • Jens sagt:

      Hi Evi Maria,
      schön, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden und dich dann auch direkt an das Brot Rezept gewagt hast. Wie ich sehe ist es dir auch super gut gelungen. Toll!

      Wenn du mal beim Supper Club dabei sein willst, melde dich am besten über das Formular unter dem Menü Punkt Supper Club an. Dann erhälst du immer eine Mail wenn es einen neuen Termin gibt. Vielleicht passt es ja dann mal.

  • Wolfgang Kuntz sagt:

    Hallo Jens,
    ich bin wirklich begeistert, weil es genau so geworden ist, wie auf dem Bild.
    Ich habe jetzt zum zweiten Mal das Rezept zu Gunsten der dunklen Sorten verschoben. Es gibt keinen Unterschied im Teig oder Geschmack, es ist halt kräftiger und dunkler. Das salz habe ich auf 14g erhöht. Ich habe gerade wieder diese Teig im Gärkörbchen und ab 15.00 Uhr geht es in den Backofen. Ich backe im Kombidämpfer bei 130°C und natürlich mit „Brot backen“ und Dampf. Nochmal: Tolles Rezept!!
    Gruß aus der Pfalz
    Wolfgang

    • Jens sagt:

      Hi Wolfgang,

      vielen Dank für dein Feedback. Freut mich sehr, dass das Brot so gut bei dir ankommt und du sogar schon das Rezept an deine persönlichen Vorlieben angepasst hast. So soll es sein.

      Für mich ist es auch eins meiner absoluten Lieblingsbrotrezepte und wurde schon ganz ganz oft gebacken.

  • Hanna sagt:

    Hallo Jens…Ich habe durch Zufall deinen Blog gefunden und bin begeistert.Tolle Rezepte….Klasse..
    Ich backe seit ein paar Monaten. Ich habe R -und -W Sauer und LM angesetzt.Backe meine Brote im Gusstopf, möchte mir jetzt aber einen Backstein kaufen. Das Landbrot würde ich gerne mal backen. Wie lange vorher soll ich mein ASG auffrischen? Wieviel Grad soll das Wasser haben? Und hast den Teig eingeschnitten…Ich bin gebürtig aus der Pfalz, von Neustadt…..Und habe bis vor einem Jahr in Hassloch gewohnt…Jetzt lebe ich in Tirol /Ötztal….LG Hanna

    • Jens sagt:

      Hey Hanna,

      schön wenn es dir bei mir gefällt. Mensch, da warst du ja direkt um die Ecke. Tirol ist aber sicher auch sehr schön.

      Das ASG frische ich idR einen Tag vorher mit lauwarmen Wasser auf und lasse es über Nacht draußen stehen. Du solltest dann am nächsten morgen sehen, dass er wieder deutlich aktiver ist. Wenn er schon ganz lange im Kühlschrank steht kannst du ihn auch 2 Tage vorher herausnehmen und 2 mal auffrischen.
      Das Brot auf dem Foto ist nicht eingeschnitten. Du kannst das aber gerne machen. Sieht eigtl schöner aus wenn es kontrolliert aufreißt. Mittlerweile schneide ich es meist kreuzförmig oder einfach nur mittig einmal ein.

  • Hanna sagt:

    Hallo Jens…..Danke für deine Antwort.Ja in Tirol ist es auch sehr schön…wir haben den Schritt gewagt, mal schauen…Wenn ich in der Pfalz gehe ich immer nach Iggelheim in die Walter Mühle und kaufe mein Mehlvorrat…Es ist hier ja alles teuerer..Gibst du deinem ASG einen Tag vor dem Backen nur Wasser und wieviel Grad soll es generell haben? Auch das Schüttwasser für den Haupteig, muss man da auch eine bestimmte Temperatur beachten…LG Hanna

    • Jens sagt:

      Hi Hanna,

      sorry für die verspätete Antwort. Eigtl musst du nichts beachten. Das ASG einen Tag vorm Backen mag es gern Zimmer-warm. Da das ASG dann aber eh einen Tag draußen steht, spielt die Wassertemperatur kaum eine Rolle. Handwarm empfiehlt sich immer.

      Wenn du dann am Folgetag den Teig anrührst sollte das Wasser auch leicht warm sein. Ca. 25-30°. So hat der gemixte Teig (Mehl ist etwas kälter als das Wasser) direkt Zimmertemperatur und muss nicht erst noch warm werden.

  • Brigitte sagt:

    Hallo Jens, dieses Brot mag mich nicht. Alles nach Anleitung gemacht, aber das Brot bleibt einfach kleben an Händen und Arbeitsfläche. Das Falten geht ja noch aber sobald das Brot auf die Arbeitsfläche soll hab ich verloren. Ich weiss nicht woran es liegt. Bin richtig frustriert.
    Gruss aus Rosenheim.

    • Jens sagt:

      Hi Brigitte,

      was für eine Art von Arbeitsfläche hast du denn? Das macht teilweise schon einen großen Unterschied. Ich arbeite immer auf einer unbehandelten Buchenholzplatte und neben zusätzlich zu den Händen noch einen Teigschaber zur Hand. Ein bisschen was bleibt aber immer auch an den Händen kleben. Das ist ganz normal.
      Auf meiner „normalen“ Küchenarbeitsfläche klebt der Teig auch eher mal fest und da möchte ich dann auch nicht mit dem Teigschaber kratzen.

      • Brigitte sagt:

        Habe extra dafür ein Holzbrett gekauft, drum verstehe ich das nicht. Übrigens das ist ja schon das zweitmal dass er misslingt. Ich lass jetzt erst mal Zeit vergehen und versuche es irgentwann,vielleicht hab ich auch nicht die Fingerfertigkeit. Gibt ja genug Rezepte auf deiner Seite. Bin halt nur etwas entäuscht.

        • Jens sagt:

          Nicht aufgeben!
          Zur Not etwas mehr Mehl hinzugeben und die Arbeitsfläche und Hände gut bemehlen.

        • Evi Marie sagt:

          Hallo Brigitte, einen Tipp hätte ich für dich: Bei Ketex gibt es ein sog. Teigbearbeitungstuch zu kaufen. Das finde ich für weiche Teige einfach nur genial. Damit gelingen auch Teige, die sonst schwer zu händeln sind. Für dieses tolle Brot würde sich die Investition lohnen ? Viele Grüße Evi

  • Brigitte sagt:

    Danke Evi Marie das ist ganz lieb von Dir. Werd ich mir besorgen.
    Grüsse aus dem (heute) sonnigen Rosenheim.

  • Brigitte sagt:

    Hallo Jens,
    nun ich hab nicht aufgegeben und hab es nochmal probiert. Beim 3. Mal hat es geklappt und ich muss sagen es schmeckt so lecker. Aussen schön kross und innen schön locker. Wie du geschrieben hat bisschen mehr Mehl. Sohn und Mann sind begeistert.
    gruss Brigitte

    • Jens sagt:

      Ach Brigitte,

      das freut mich wirklich sehr, dass es jetzt bei dir geklappt hat mit dem Teig. Immer schön, wenn man die Familie glücklich machen kann 🙂

  • Birgit Bader sagt:

    Hallo Jens, durch Zufall bin ich auf diesen Blog und diesem Rezept deines Landbrotes über Nacht gestoßen. Ich habe die „Brotpuristen “ gelesen und dachte mir….. Der wohnt bei mir in der Nähe. Lach…. Ja, ich bin ein echt Spey’rer Mädel und noch in meinen Brotbackanfängen. Nun zu meiner Frage…. Kann ich den Weizensauerteig gegen Roggensauerteig eintauschen, bzw. „schadet“ das dem Brot?
    Liebe Grüße Birgit

    • Jens sagt:

      Hi Birgit,
      ja, du kannst den Weizensauerteig durch Roggensauerteig ersetzen. Das Ergebnis wird dann aber nicht das selbe. Dennoch wird das Brot mit Sicherheit eine Wucht. Wenn du schon einen Roggensauerteig besitzt, kannst du den aber ganz leicht zum Weizensauerteig umerziehen. Wie das geht ist hier beschrieben: https://gekleckert.de/ciabatta-mit-weizensauerteig/

      Back das Brot einfach mal mit Roggensauerteig und später vielleicht noch einmal mit Weizensauerteig. Viel Erfolg und Gruß nach Speyer!

  • Reinhard Lener sagt:

    Hallo Jens,
    Danke für das tolle Rezept und die hilfreichen Tips. Bin Backanfänger und habe große Freude an diesem Brot. Einziger Mängel war, dass die Krume etwas klebrig war, obwohl 55min gebacken. Was kann ich hier noch verbessern? Danke und schöne Grüße aus Tirol, Reinhard

    • Jens sagt:

      Hi Reinhard,

      Jeder Ofen backt anders. Versuche evtl die Backzeit mit geschlossenem Deckel um 5-10 Minuten zu verlängern und schau welchen Effekt das aufs Ergebnis hat.

      hast du im Topf gebacken?

      Wichtig ist auch das Brot komplett auskühlen zu lassen. Wenn du es zu früh anschneidest und es innen noch leicht warm ist, ist es normal, dass es leicht klebrig ist.

  • Conny sagt:

    Hallo Jens, wollte heute das Landbrot backen. Leider war es heute morgen dann so weich und klebrig, dass es quasi unverarbeiteter war. Irgendwie scheine ich was falsch gemacht zu haben. Hast Du eine Idee, was es sein könnte ? Meine Küche war ziemlich warm, kann es daran liegen?
    LG Conny

    • Jens sagt:

      Hi Conny,

      bei welchem Schritt bist du denn gerade? Vor dem Falten ist der Teig auf jeden Fall deutlich klebriger. Hier hilft es mit feuchten Händen oder einem großen Teigschaber zu arbeiten, um zu vermeiden, dass der halbe Teig an den Händen klebt.

      Beim späteren Rundwirken dann sollte die Arbeitsfläche und auch deine Hände gut eingemehlt sein. Das Arbeiten mit einer Teigkarte bzw Teigspachtel erleichtert dir das Ganze ebenfalls.

      Auch mein Teig ist immer relativ feucht. Das soll er aber auch sein, damit das Brot später auch schön saftig ist. Unverarbeitbar sollte er aber natürlich nicht sein.

      Ansonsten kann es evtl auch am Mehl liegen. Hast du die Mehle wie angegeben verwendet? Die verschiedenen Typen solltest du einhalten. Aber selbst bei gleichem Typ und anderem Hersteller, kann es manchmal sein, dass das eine Mehl geringfügig mehr/weniger Wasser aufnimmt, als das andere. In diesem Fall wäre mein Rat dann beim nächsten Versuch von Anfang an noch etwas mehr Mehl zu verwenden.

      Ich hoffe das hilft.

  • Conny sagt:

    Hi Jens,
    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Wahrscheinlich lag es am Mehl, werde beim nächsten Versuch etwas mehr nehmen. Die Sorten waren wie die im Rezept, das Falten ging auch noch, aber Formen dann nicht mehr ?. Werde es aber auf jeden Fall nochmal versuchen ?
    LG Conny

  • Peggy sagt:

    Hallo Jens,
    meinst du mit 20g Sauerteig das Anstellgut oder wirklich schon fertigen Sauerteig? Kommt mir so wenig vor. ?

  • Aline sagt:

    Woow, diese Brot sieht ja wahnsinnig gut aus! Danke für’s teilen, bin immer auf der Suche nach neuen super Brotinspirationen ?

  • Ernesto sagt:

    Hallo Jens,
    Bin zufällig auf deinen Blog gestossen. Habe schon etliche Brote im Topf gebacken, aber dieses Rezept ist absolut das beste. Bei den anderen war der Teig nach meinem Empfinden immer etwas zu wenig fest und das Umladen in den Topf entsprechend schwierig. Ich bevorzuge ohnehin das Backen des Brotes in einer offenen Cakeform, da das Brot im Topf nach meinem Empfinden durch die verbliebene Feuchtigkeit nach dem Backen rasch eine weiche und mit der Zeit etwas zähe Krume bekommt. Nach der Hälfte der Backzeit entferne ich die Cakeform und lasse das Brot ohne Form fertigbacken, so blebt es schön knusprig. Danke für das Rezept.
    Beste Grüsse, Ernesto

  • Bernhard sagt:

    Hallo Jens,
    Das Rezept ist klasse, das fertige Brot ist der Hammer. Mittlerweile muss ich mehrere am Wochenende für die ganze Woche backen. Nur die Backzeit muss ich variieren. Wenn ich mich an Deine Backzeiten halte, habe ich Kohle im Topf. Also lass ich den Deckel länger drauf. Oder sollte ich mit der Temperatur runtergehen am Ende der Backzeit?
    Vielen Dank noch mal für das Rezept.
    Grüße
    Bernhard

    • Jens sagt:

      Bei mir passt es mit der Temperatur, Bernhard.

      Mein Ofen ist aber auch 20 Jahre alt 🙂 Kann sein, dass der keine 250° mehr schafft. Hitze reduzieren ist auf jeden Fall eine Option, wenn dir das Brot zu dunkel wird.

  • Sylvia Brückner sagt:

    Hallo Jens,
    Ich möchte Dein Brot backen. Welche Temperatur muss denn das Wasser haben?
    Viele Grüße
    Sylvia

  • Andreas sagt:

    Hi Jens, sehr, sehr lecker. Gestern um 22:00 angesetzt, mit Roggen ASG und 0,5 g mehr Hefe wegen der kürzeren Zeit. Eben gegessen. Super gut. Es kracht beim Kauen und ist total saftig.
    Vielen Dank für den Blog Artikel.

    • Jens sagt:

      Hi Andreas,

      klingt hervorragend! So soll es sein.

      • Christine Mahr sagt:

        Hab grad den Teig gemacht und zum gehen in die Speisekammer gestellt. Backe normalerweise mein Brot offen auf einem Blech, das Argument, dass dieses Brot im Topf gebacken saftiger wird, leuchtet mir aber ein. Jetzt habe ich zwar keinen Brottopf, aber einen Le Creuset-Topf. Leider hält der Deckelknopf aber keine 250 Grad aus. Wenn ich das Blech und den Topf zusammen aufheize, das Brot dann aufs Blech stürze und den Topf sofort drüberstürze, müsste das doch auch gehen, oder? Ich will natürlich vermeiden, dass der weiche Teig aus der Form läuft.
        Bleibt nur noch die Frage, ob der Topf Schaden nimmt, wenn ich ihn trocken so heiss aufheize, was denkst du?
        Viele Grüße aus Mexico von Christine

        • Jens sagt:

          Hi Christine,
          ich backe auch im „normalen“ Le Creuset Topf. Das ist eigtl kein Problem. Auch mit Deckel. Der Topf ist oben im Text auch verlinkt.

          Den Topf übers Brot auf dem Blech stülpen wird vermutlich nicht wie gewünscht funktionieren, da das ganze nicht richtig abschließt und so Dampf entweichen kann. Aber versuchen könntest du es natürlich.

  • Daniela sagt:

    Hej, über Hinteres dein Brot entdeckt, leider vertrage ich Weizen nicht, geht das auch mit Dinkel?

    • Jens sagt:

      Hi Daniela,

      1:1 kannst du das Rezept nicht nutzen. Du brauchst dann natürlich auch einen Dinkelsauerteig. Das Verhältnis von Wasser zu Mehl ist vermutlich auch leicht anders. Etwas Genaueres kann ich dir dazu leider nicht sagen, da ich dieses Rezept mit Dinkel noch nicht probiert habe. Da müsstest du einfach mal probieren oder dir ein anderes Rezept, speziell für Dinkel, raussuchen.

  • Margaretha Graf sagt:

    Hallo Jens, ich bin noch ziemlicher Neuling, was Brot backen angeht. Mein erstes Brot war das fränkische Bauernbrot, das schon super gelungen ist. Jetzt hab ich gerade das einfache Landbrot mit Übernachtgare aus dem Ofen geholt. Es ist einfach nur super geworden. Genau das richtige für einen Biergartenbesuch. Danke für die tollen Rezepte und die super Links zu den Videos. Ich werd mich jetzt mal öfter auf Deinem Blog schlau machen.

    • Jens sagt:

      Hi Margaretha,

      vielen Dank für die netten Worte. Das freut mich sehr, dass du die Rezepte ausprobiert, es gut geklappt hat und du ermutigt wurdest weiter zu machen.

  • MarieMarvelous sagt:

    Huhu!
    Ich hab das Brot jetzt zum Zweiten Mal gebacken. Es schmeckt sehr gut, ist schön saftig.
    Nur ist der „Teigling“ sehr sehr feucht. Ich werde also mal ein wenig an den Mehl und Wassermengen spielen.
    Vielen Dank für das tolle Rezept!
    Beste Grüße

    • Jens sagt:

      Hi Marie,

      versuch gerne etwas mehr Mehl hinzuzugeben. Prinzipiell soll der Teigling aber natürlich recht feucht sein. Hier hilft es ihn nicht mehr als nötig zu bearbeiten, sowie mit gut bemehlten Händen/Arbeitsfläche und vor allem schnell zu arbeiten. Ein bisschen was bleibt aber immer an den Fingern hängen. Das ist normal 😉

  • Martina Aigner sagt:

    huhu habt ihr vielleicht das Brot schon mal in einem Jena Geschirr gebacken? was muss ich da beachten?lg Martina

    • Jens sagt:

      Hi Martina,
      mit dem Kochgeschirr, habe ich leider keine Erfahrung. Sofern es aber die 250° im Ofen aushält und einigermaßen dicht ist, sollte es auch damit klappen. Probier es am besten einfach mal aus.

  • Janine Gregor sagt:

    Hallo und guten Morgen!
    Ich backe schon länger unser Brot selber, aber was mir leider nie gelingt, sind diese richtig großen Poren in der Krume. Hat du einen Tipp für mich?
    LG Janine

  • Janine Gregor sagt:

    Hallo und guten Morgen!
    Ich backe schon länger unser Brot selber, aber was mir leider nie gelingt, sind diese richtig großen Poren in der Krume. Hat du einen Tipp für mich?
    Das Landbrot schmeckt super, bei mir läuft es aber leider auseinander und wird eher ein Fladenbrot. Was mache ich bloß falsch?
    LG Janine

    • Jens sagt:

      Hi Janine,

      puh das ist aus der Ferne immer total schwer zu beurteilen. Ich versuche es dennoch gern …

      Backst du das Brot überhaupt im Topf?

      Wegen dem breit laufen: Benutzt du die Mehltypen wie angegeben? Evtl versuchst du es beim nächsten mal mit einem hauch weniger Wasser. Vielleicht ist dein Teig einfach zu feucht. Vielleicht musst du aber auch noch ein bisschen länger kneten, sodass sich die Glutennetzwerke noch etwas mehr festigen und deinen Teig richtig zusammen halten.

      Für die größeren Poren ist es wichtig, dass dein Teig richtig reift. Nicht zu warm und nicht zu kalt sollte er es haben. Wenn du es eher kalt zu hause hast evtl die Gehzeiten leicht verringern. Im Hochsommer kann es helfen die Zeit zu verkürzen. Ganz wichtig ist auch der Ofentrieb. Also schön heiß anbacken den Ofen und schnell arbeiten beim einschießen, sodass möglichst wenig Hitze verloren geht. Wenn du kannst solltest du auch mit etwas Dampf arbeiten. Das hilft.

  • Mirjam sagt:

    Hallo.
    Leider habe ich mit diesem Rezept ein Problem. Ich kann den Teig weder rund- noch langwirken. Meiner Meinung nach ist die Wassermenge im Verhältnis zur Menge des Mehls zu hoch.
    Ordentlich geknetet und mit ausreichender Gehzeit schmeckt es dennoch gut.

  • pepek_1@tlen.pl sagt:

    Genau, die TA finde ich auch zu hoch!

    • Jens sagt:

      Ich komme mit dem Rezept so wie es ist wirklich gut klar und habe es genau so auch schon sehr oft gebacken. Natürlich darf das Rezept aber nach Belieben angepasst werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.