Was man alles zum Brot backen braucht

Diesmal gibt es hier kein Rezept sondern einen kleinen Artikel zum Thema Brot backen und was man dafür alles braucht. Vor allem im letzten Jahr habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und viel dazu gelernt. Natürlich kann man auch mit einfachen Mitteln sehr gutes Brot backen, aber mit folgenden Utensilien hat sich meine Zufriedenheit gegenüber meiner Brote von ca. 80% auf 95% gesteigert. Die letzten 5% sind meinem Perfektionismus geschuldet und meinem alles-andere-als-Profi-Ofen, der nicht immer heiß genug wird und teilweise mit den Temperaturen schwankt.

was man alles zum Brot backen braucht

Da ich öfter danach gefragt wurde, möchte ich euch also in diesem Artikel ein paar kleine Helfer vorstellen, die euch unterstützen werden eure Brot-Back-Ergebnisse zu verbessern.

Solltet ihr unbedingt haben:

  • Pizzastein: Ein großer Pizzastein eignet sich hervorragend als Hitzespeicher und überträgt diese auch direkt auf den Teigling, wenn er eingeschoben wird. Es dauert natürlich seine Zeit, bis der Stein richtig aufgeheizt ist, aber das Ergebnis spricht für sich. Am besten direkt mehrere Brote backen, damit sich die längere Aufheizzeit (ca. 30-45 Minuten) auch lohnt.
  • Lavasteine: Für mich das beste Mittel zur Dampferzeugung. Wer wie ich ohne Dampfbackofen backt, dem kann ich die kleine Investition nur ans Herz legen. Die Steine halten ewig und sind mehrfach einsetzbar. Ich lege sie unten in den Ofen und lasse sie mit aufheizen. Wenn ich das Brot in den Ofen lege, spritze ich etwas Wasser auf die Lavasteine und schließe umgehend die Tür. Die Dampfschwaden sorgen für optimalen Ofentrieb und lassen euer Brot schön aufgehen.
  • Buchenholzplatte: Die Bretter gibt es im Baumarkt. Sie sollte unbehandelt sein und eine angemessene Größe aufweisen. Meine Platte ist ca. 120cm lang, 50cm breit und 2cm dick. Buchenholz hat den Vorteil, das vor Allem klebrige Teig nicht so leicht anhaften. Bei meinem Roggenteig ist das Holz ein wahrer Segen. Während ich früher sehr oft geflucht habe, als ich den Teig auf meiner Arbeitsplatte in der Küche verarbeitet habe und das halbe Brot auf der Arbeitsplatte kleben blieb, geht es heute auf der Buchenholzplatte sehr viel einfacher von der Hand.
  • Teigschaber: Zum Abstechen und Aufarbeiten von Teig. Der Teigschaber sollte unten leicht „angespitzt“ sein. So könnt ihr später auch sehr gut die Holzplatte nochmal abschaben und somit reinigen.
  • Thermometer: Um ein optimales Ergebnis zu erzielen ist es wichtig gewisse Teigtemperaturen bei der Gare einzuhalten. Sowohl Wasser, Mehl als auch der gemischte Teig können gemessen werden. Günstige Thermometer brauchen eine paar Sekunden, bis sich die Temperatur eingestellt hat. Sie reichen aber vollkommen aus. Bei wem das Geld etwas lockerer sitzt, gönnt sich einen Thermapen und bekommt ein etwas genaueres Ergebnis innerhalb einer Sekunde.
  • Gärkörbchen Holzschliff: Mein favorisiertes Gärkörbchen für mein geliebtes Roggenbrot, welches ich sehr oft backe. Da klebt nichts an und das Brot bekommt genau die Form, die es haben soll. Ich besitze zwei dieser Körbchen und backe auch meist direkt zwei Brote. Eins essen wir direkt, eins kommt in den Tiefkühler.
  • Edelstahl Brotbackform: In dieser Form habe ich bisher immer ein Vollkornbrot gebacken. Funktioniert erstaunlich gut. Dazu empfehle ich gleich noch eine Flasche Trenn Spray. Das  Spray ist lebensmittelecht und verhindert dass der Teig an der Form kleben bleibt.
  • Bäckerleinen: Sozusagen das Gärkörbchen für Baguettes und Ciabatta. Die Teiglinge werden in das Tuch eingeschlagen und dort zur Gare gestellt. So erhalten sie ihre schöne runde Form und gehen statt nur in die Breite auch in die Höhe auf.

Gut zu gebrauchen, aber nicht zwingend notwendig:

  • Abdeckhauben: Die Hauben haben eine Gummizug und sind perfekt, um damit Teigschüsseln oder Gärkörbchen abzudecken. Sie kommen direkt in verschiedenen Größen. Zur Reinigung einfach kurz durch spühlen oder mit in die Spühlmaschine geben. Sehr sehr praktisch.
  • Abkühlgitter: Hat wahrscheinlich eh schon jeder zu Hause. Falls nicht ist es auf jeden Fall eine Anschaffung wert.
  • Blasenspritze: Gibt es auch für ein paar Euro in der Apotheke. Ich ziehe sie mit 30ml Wasser auf und Spritze es auf die Lavasteine um Dampf zu erzeugen.
  • Bäcker-/Baguette Messer: Zum Einschneiden von Baguettes und Broten.
  • Mehlbesen: Für die Reinigung der Arbeitsfläche und zum Abstauben der Brote.
  • Lock & Lock Dosen: In diesen Dosen rühre ich gerne meine Vorteige an.

So. Das wars auch schon. Ich hoffe die Auflistung ist dem ein oder anderen vielleicht noch eine kleine Hilfe. Wem darüber hinaus noch etwas einfällt, was unbedingt noch mit auf die Liste soll, kann es sehr gern unten in die Kommentare schreiben. Ich freue mich immer sehr über Feedback und Tipps.

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6 Kommentare

  • Klaus Kellings sagt:

    Hallo Jens,

    Ich stimme deinen ‚Must-have“ Utensilien zu, sie erleichtern mir auch das Brotbacken und heben den Zufriedenheitsspiegel – jedes Handwerk braucht sein Werkzeug. Was ich noch zusätzlich empfehlen kann ist ein Gusseisentopf (Wok-ähnliche Form, Le Creuset), um richtig vorgeheizt mit Deckel nach ca. 80 min. ein Sauerteigbrot mit einer unschlagbaren Kruste hinbekommt (1 kg Mehl insgesamt).

    LG
    Klaus

    • Jens sagt:

      Hi Klaus,

      du hast recht. Meinen Le Creuset Topf benutze ich auch sehr gern zum backen. Allerdings ging es mir hier eher um die Tools, die einen für kleines Geld ein paar Schritte weiter nach vorne bringen. Ein Gusseisentopf ist preislich ja leider eine ganz andere Hausnummer – wenn auch jeden Cent wert.

      Gruß
      Jens

  • Toller Artikel. Was mich vor allem begeistert, dass hier keine überteuerten Utensilien aufgeführt werden, sondern viele davon bereits in einer gut sortierten Küche vorhanden sind/sein sollten. Danke dafür.

    • Jens sagt:

      Hi Michael,

      danke für dein Feedback. Ich habe bewusst auf kostspieliges Equipment verzichtet. Schließlich soll Brot backen Spaß und nicht arm machen 😉

      Gruß
      Jens

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