Restaurant Kritik: Mémoires d’Indochine in Mannheim

Es ist mittlerweile gut drei oder vier Monate her, das ich zum ersten mal im Mémoires d’Indochine in Mannheim essen war. Arbeitend in Ludwigshafen war ich bisher immer auf die umliegenden eher schlecht als rechten Imbisse in der näheren Umgebung angewiesen. Ich habe also meine Suche auf Mannheim, von welchem mich ledeglich der Rhein und eine Brückenüberfahrt trennt, ausgeweitet. Da ich damals in Düsseldorf auch schon sehr begeistert vom ansässigen Vietnamesen (Khanh’s Lilly) war, lag es quasi auf der Hand auch hier nach einem vergleichbar guten Restaurant Ausschau zu halten. Gefunden habe ich das Mémoires d’Indochine – mitten in der Mannheimer Innenstadt.

Naja, was soll ich sagen. Das Restaurant ist ein absoluter Knaller. Seitdem komme ich mindestens einmal die Woche her, teilweise auch öfter, und habe auch schon diverse Kollegen mit in den Laden gebracht, die ebenfalls rundum begeistert waren. Sogar der Kollege, der normal als eher pingelig und nicht gerade experimentierfreudig bekannt ist, wenn es um Gerichte außerhalb von Schnitzel und Döner geht, drängt nun immer wieder darauf die Mittagspause in Mannheim zu verbringen. Wenn das mal kein Kompliment ist 😉

Ambiente

Das Restaurant bietet ca. 30 Sitzplätze und ist gemütlich, asiatisch und modern eingerichtet. Die Küche befindet sich hinter einer Glaswand und gewährt Einblicke hinter die Kulissen. Der Gastraum ist zwar recht klein, die Tische tendenziell etwas unterdimensioniert und man sitzt recht eng beieinander, aber Alles in Allem passt das zum Laden und auch durch das naturbelassene helle Holz-Mobiliar kommt eine angenehme Wohnzimmer Atmosphäre auf. Auch sehr schick dort ist das Geschirr. Ich habe mir den Hersteller der wunderbaren Suppenschalen schon erfragt bzw. vom Boden der Schüssel abgelesen. Nicht ganz billig, aber die werden wohl irgendwann auch mal bei mir zu Hause einziehen.

Mémoires d'Indochine
Bild-Quelle: facebook.com/memoiresdindochine

Karte & Speisen

Die Karte ist überschaubar, aber dennoch ist für jeden Geschmack etwas dabei. Man findet hier bekannte Vorspeisen wie Frühlings- und Glücksrollen (ca. 4€), sowie die klassischen vietnamesischen Nudel-Suppen Pho Ga (mit Hühnchen) und Pho Bo (mit Rindfleisch) für um die 8€. Klassisch soll hier aber auf keinen Fall langweilig heissen. Die Suppen sind frisch gemacht und super lecker. Für mich persönlich in der Mittagspause genau das Richtige. Auch sehr empfehlenswert sind die Salate, gerade wenn der Hunger mal nicht ganz so groß ist oder man keine Lust auf etwas Warmes hat. Gegessen habe ich bereits den vietnamesischen Kraut- und den Glasnudelsalat. Beides frisch, lecker und sehr gut abgeschmeckt. Für rund 7€ gibt es hier nicht das geringste einzuwenden.

Die für mich besten Gerichte sind allerdings die Nudelgerichte. Reisnudeln mit einer genialen Sauce, etwas Gemüse, frischen Kräutern und wahlweise Frühlingsrollen, Schweine- oder Rindfleisch für ca. 8-12€. Auch die Reisgerichte wissen zu überzeugen. Der Reis wird gepaart mit zB Papaya Salat und Chickenwings oder auch einem herausragenden Roastbeef (ca. 12€). Nachspeisen habe ich bisher noch nicht getestet. Dafür ist die Mittagspause zu kurz und der Magen zu klein.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist somit unschlagbar. Alle Gerichte sind authentisch und frisch gekocht, leicht und wahnsinnig lecker. Wenn man das jetzt noch mit einem der hausgemachten Eis Tees (ca. 3,50€ für 0,5L) kombiniert, sprechen wir hier von der perfekten Mittagspause!

Einige visuelle Impressionen habe ich bereits auf Instagram gepostet:

Service und Personal

Das Personal ist durchgehend asiatischer Abstammung, was den authentischen Eindruck des Ambientes und der Speisen unterstreicht. Wir wurden stets freundlich begrüßt und beraten. Alle Mitarbeiter machen einen kompetenten Eindruck und strotzen vor Freundlichkeit. So mag ich das. Hier gibts nichts zu meckern.

Resumé

Auch wenn ich noch nicht all zu viele asiatische Restaurants in der Umgebung getestet habe ist das Mémoires d’Indochine für mich der beste Asiate im Umkreis. Jedes einzelne Gericht auf der Karte ist lecker und empfehlenswert. Der durchschnittliche Preis für ein Hauptgericht liegt bei ca. 10€ und ist mehr als nur angemessen.

Ich vergebe: herausragende 8 von 10 Kleckerpunkte

Adresse

Mémoires d’Indochine
C2, 10a
Mannheim
0621 43728802
memoires-indochine.de

PS: Wer mal in der Gegend ist, kann sich gern bei mir melden. Wochentags in der Mittagszeit bin ich wie schon erwähnt öfter dort 😉

Bewertung

8 Kleckerpunkte

8 Kommentare

  • Rigo sagt:

    Hallo Jens,

    wieder eine sehr schöne Restaurant Kritik. Nach mehreren Besuchen (u.a. mit dir) kann ich deiner Bewertung nur absolut zustimmen! Auch im Freundeskreis habe ich Mémoires d’Indochine schon weiter empfohlen.

    VG
    Rigo

  • Da lebte ich so viele Jahre in Heidelberg und habe es nicht einmal ins Indochine geschafft… ich sehe, dass ich da was verpasst habe! Also hab ich wieder einen Grund, mal nach Mannheim zu fahren 🙂
    Viele Grüße!
    Julia

  • S. Orth sagt:

    Hallo Jens,
    ich bin auch ein totaler Fan vom Mémoires d’Indochines. Und ich liebe das Geschirr dort, könntest du mir vielleicht die Marke verraten? Bisher habe ich immer vergessen, auf den Boden zu schauen…
    Viele Grüße!

  • Sinaka sagt:

    War vor kurzer Zeit dort gewesen, also Leute ernsthaft. Habe mich erstens mega über die Sitzplätze aufgeregt, weil Sie total eng waren und extrem unbequem. Also die Konstellation stimmt da überhaupt nicht. Der Schuppen sieht ganz net aus, mehr aber auch nicht. Mein Essen war auch Extrems versalzen, und wenn ich das sage, dann hat das was zu heißen. Habe wenns hochkommt drei mal ein Happen genommen und es dann stehen lassen. Auf mich ist nicht eingegangen worden, obwohl ich gesagt habe, dass das Essen Extrems versalzen ist. Den vollen Preis musste ich auch noch zahlen. Also als Gast ist man über sowas definitiv nicht erfreut. Bin dann Nahause, und habe mir Brote belegt.

  • Jens sagt:

    Hi Sinaka,

    tut mir leid, dass du so eine schlechte Erfahrung gemacht hast. Ich kann nur sagen, dass ich mittlerweile bestimmt 30 bis 40 mal dort war und es eigentlich immer super war.

    Bei den Sitzplätzen gebe ich dir recht. Da sitzt man in der Tat teilweise etwas ungemütlich und relativ nah am Nachbartisch. Das Restaurant ist halt leider ziemlich klein und irgendwie müssen sie die Gäste ja auch unterbringen. Da das Essen immer gut ist sehe ich persönlich aber darüber hinweg.

    Du kannst dem Laden ja noch einmal eine Chance geben. Ich kanns aber auch verstehen, wenn du das nach deinem letzten Besuch nicht mehr machst.

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