Nicht irgendein Burger: The Italian

Es geht einfach nichts über einen guten Burger. Leider ist ein wirklich guter Burger in „Restaurants“ heute kaum noch zu bekommen. Traurig, wenn ich mir überlege, dass ich während meiner Schulzeit die Burger von McDonalds und Burger King für mit das Beste, was man essen kann, gehalten habe. Irgendwann konnte ich die Dinger aber nicht mehr sehen. Es war eigentlich immer das gleiche. Man ging hin, bestellte ein Menü, legte ~7€ auf den Tresen und schlang das Zeug hinunter. Ja, während des Essens schmeckte das auch einigermaßen aber die Kombination aus viel Fett und noch mehr Zucker schmeckt halt in der Regel immer. Was blieb war aber dieser, für mich irgendwann nicht mehr leckere, Nachgeschmack und dieses unangenehme Völlegefühl, das mir eindeutig implizierte, dass ich da grade irgendwie nicht das richtige gegessen habe.

Später dann, als ich den Fast Food Burger Läden den Rücken kehrte, folgten die ersten Besuche in Burger Restaurants. Es gab zwar nicht wie heute an jeder dritten Ecke eins, aber damals gab es schon so ein oder zwei Läden in Düsseldorf, wo man hingehen konnte. Wieder war ich vorerst begeistert und dachte, dass es kaum noch besser geht und wieder wurde ich eines besseren belehrt. Mit dem Auszug aus Hotel Mama und dem Einzug in die erste eigene Wohnung war man auf einmal selbst für die Essenbeschaffung sowie -zubereitung zuständig. Was dann passierte ist Geschichte und lässt sich hier im Blog nachlesen. Einer der ersten selbstgemachten Speisen war damals auch ein Burger. Mit Barbecue Bohnen und Ananas-Scheibe. Für den Anfang garnicht mal schlecht, aber mit der Zeit entwickelte sich neben meiner Kochleidenschaft auch die Begeisterung und Faszination rund ums Grillen. Die ersten eigenen Burger vom Grill fand ich schon ziemlich geil, aber auch hier entwickelte man sich weiter. Gab es zuerst nur den Standard-Cheeseburger wurde später mit anderen Käsesorten, selbstgemachten Saucen, diversen Gewürzen und weiteren Bestandteilen experimentiert.

Nachdem meine geschätzten Bloggerkollegen Uwe und Alex mit Burgern nur so um sich schmeißen und einer besser als der andere aussieht, will ich dem natürlich in nichts nachstehen. Besonders interessierte mich wie denn wohl diese selbstgemachten Brioche Burger Buns schmecken, von denen die beiden immer so schwärmen. Mittlerweile weiß ich es, denn ich habe es vor ein paar Tagen ausprobiert.

Seitdem steht für mich fest, dass ich nie wieder fertige Burger Buns kaufen will und die Brötchen ab jetzt immer selber backe. Ja, es steckt ein wenig Aufwand dahinter und ja, man muss den Teig insgesamt 2 Stunden gehen lassen und braucht somit etwas Vorlaufzeit und ein wenig Geduld (mit hungrigem Magen manchmal schwer), aber es lohnt sich soooo sehr. Ihr solltet das unbedingt ausprobieren. Das ganze ist absolut nicht schwer und sehen wir mal von der Zeit ab, in der der Teig ruht und vor sich hin geht, ist man mit der Zubereitung der Buns maximal 20 Minuten beschäftigt. Geht also halbwegs flott. Nehmt euch die Zeit!

Genug der vielen Worte. Jetzt stelle ich euch endlichen The Italian vor. Der Kollege kommt neben den angesprochenen Brioche Buns mit hausgemachtem Pesto, Rucola, Tomate, einem saftigem Rindfleisch-Patty, Ziegenkäse und Balsamico Zwiebeln daher. Für mich eine geniale Kombination und eine echte Alternative zum klassischen Cheese oder BBQ-Bacon Burger.

The Italian

Zutaten (für 2 Personen)

Für das Pesto

  • Ein Bund/Töpfchen Basilikum
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • geschätzte 50ml gutes Olivenöl
  • eine ordentliche Hand voll fein geriebenem Parmesan
  • bei Bedarf: etwas Chili
  • Salz und Pfeffer

Für den Burger

  • Brioche Buns
  • 300g Rinderhackfleisch (bei uns ca. 150g pro Burger)
  • Etwas Rosmarin, fein gehackt
  • die Blätter von 5 Stängeln glatter Petersilie, fein gehackt
  • 1/2 TL geräuchertes Paprika Pulver
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Fleischtomate, horizontal in nicht zu dünne Scheiben geschnitten
  • etwas Rucola
  • Ziegenkäse
  • 1 große rote Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • 1 EL Zucker
  • 30ml Balsamico Essig

Zubereitung

#1: Für das Pesto die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten und danach zur Seite stellen. Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch und die Hälfte des Öles im Zerkleinerer oder Mörser zu einer feinen Paste verarbeiten. Parmesan dazu geben und weiter mixen/mörsern. Nun gebt ihr noch soviel Olivenöl hinzu, bis euch die Konsistenz gefällt. Mit Salz, Pfeffer und ggf Chili abschmecken. In ein sauberes Schraubglas abfüllen. Reste können im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahrt werden.

#2: Das Fleisch mit Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver, Rosmarin und Petersilie würzen, gut durchkneten und kurz stehen lassen. Danach Patties nach gewünschter Größe formen.

#3: Fleisch im Idealfall grillen oder alternativ in der Pfanne zubereiten. Wie lange hängt natürlich davon ab, wie dick euer Patty ist. Wenn das Fleisch durch ist, den Ziegenkäse darauf legen und einen Deckel auflegen (ich habe eine große Salatschüssel verwendet). Die Burger sollten nun mindestens 5 Minuten ruhen. Der Käse zerläuft in der Zeit leicht.

#4: Parallel eine Pfanne aufstellen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze anbraten. Nach ca. 10 Minuten, wenn die Zwiebeln weich sind und leicht Farbe angenommen haben, den Zucker dazu geben und kurz karamellisieren lassen. Mit dem Essig ablöschen und kurz einkochen lassen. Es sollte eine sirupartige Konsistenz entstehen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Pfanne vom Herd nehmen.

#5: Burger Bun aufschneiden. Untere Hälfte mit Pesto beschmieren, darauf dann etwas Rucola, die Tomatenscheibe, gefolgt vom Patty und zuletzt die Balsamico Zwiebeln. Deckel drauf und ab dafür!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.