Einstimmung auf die Weihnachtszeit: Hirschgulasch, Serviettenknödel, Rotkohl

Ich war schon erstaunt, als am Sonntag bereits die erste Kerze brannte. Das Jahr ging einfach super schnell vorbei. Mir kommt es vor, als wäre letzten Monat erst Ostern gewesen. Diverse Tannenzweige und Kerzen, die meine Freundin in der Wohnung verteilt hat (sie nennt es immer „Deko“ und will ganz viel davon haben), haben mich dann allerdings realisieren lassen, dass bald Weihnachten vor der Tür steht und der Winter eingebrochen ist.

Wird also auch Zeit, um langsam von herbstlichen Gerichten zu echten Winterklassikern zu wechseln und mal ordentlich zu schmoren. Wenn da was für drei bis vier Stunden auf oder im Ofen steht, hat das in unserer kleinen Küche auch immer so einen wunderbaren Heizeffekt. Heute präsentiere ich euch nochmals ein wunderbares Hirschgulasch, welches neben dem wunderbaren Geschmack auch noch den Vorteil hat, dass es die Wohnung mit einem herrlichen Duft überzieht und die Mandelmilch-Tonkabohnen-Lotusblüten-Bergpfirsich-Duftkerze für einen Moment verblassen lässt 😉

Das Gulasch kommt mit unglaublich leckeren Serviettenknödeln daher. Ursprünglich war als weitere Beilage Rosenkohl mit kleinen Bacon-Stückchen geplant. Die an dem Tag zuständige Einkäuferin hatte dann aber Rotkohl mitgebracht. Auch lecker.

Hirschgulasch, Serviettenknödel, Rotkohl

Das Rezept habe ich in Kooperation mit TIWWL entwickelt. Das Lifestyle Magazin wird in den kommenden Tagen neben meinem auch noch ein paar andere Wintersünden vorstellen.

Zutaten (für 2-3 Personen):

Fürs Gulasch:

  • Butterschmalz
  • 500g Hirschgulasch
  • 1/4 Knollensellerie
  • 3-4 Karotten
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 3 EL Tomatenmark
  • 500ml Wildfond
  • 400ml Rotwein
  • 1/2 Dose Tomaten
  • Lorbeerblatt, 1 Zweig Rosmarin, 3 Zweige Thymian
  • 1 TL Kümmel

Für die Knödel:

  • 1 große Schalotte
  • 150g Toastbrot (Rinde entfernen)
  • je 2 gehäufte EL Petersilie und Schnittlauch
  • 250ml Milch
  • 60g Hartweizengrieß
  • 50g weiche Butter
  • 2 Eier

Geständnis: Der Rotkohl war aufgrund von Zeitmangel aus dem Glas. Ich habe ihn in wenig Rotwein nochmal aufgekocht und mit Salz und Pfeffer nachgewürzt.
Zubereitung:

#1: Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Zwiebel, Karotten, Sellerie und Petersilien Wurzel in grobe Stücke schneiden.

#2: Fleisch im Bräter in Butterschmalz von allen Seiten scharf anbraten und wieder heraus nehmen. Gemüse hinzugeben und ca. 5 Minuten anschwitzen. Danach das Tomatenmark kurz mitrösten.

#3: Fleisch wieder hinzufügen. Mehrmals mit wenig Rotwein ablöschen und so gut wie komplett einreduzieren lassen. Dabei immer wieder rühren und alles was sich am Boden festgebraten hat lösen. Ca. 100ml Wein übrig lassen.

#4: Nun mit den Dosentomaten, Wildfond und dem restlichen Wein auffüllen. Einen Teebeutel mit den Kräutern und Gewürzen füllen und ebenfalls dazu geben.

#5: Für ca. drei Stunden bei milder Hitze köcheln lassen bis das Fleisch schön zart ist und fast von alleine zerfällt. Die restlichen 20-30 Minuten offen köcheln lassen, um die Sauce etwas einzureduzieren.

#6: Für den Knödelteig das Toastbrot und sehr kleine Würfel schneiden. Petersilie und Schnittlauch sehr fein hacken. Die Schalotte sehr fein würfeln und in ein wenig Butter glasig andünsten. Danach vom Herd nehmen.

#7: Milch kurz aufkochen und Gries einrühren. Danach vom Herd nehmen und 10 Minuten quellen lassen. Im Anschluss die zuvor verquirlten Eier, die Kräuter, das Toastbrot, die Butter und die Schalottenwürfelchen hinzugeben und alles unterheben. Das Ganze dann ordentlich mit Salz, Pfeffer, Muskat und Piment d’Espelette abschmecken.

#8: Den Teig auf ein Stück Klarsichtfolie verteilen, das Ganze einrollen und die Enden zusammendrehen. Darum nochmal ein Stück Alufolie mit der gleichen Bonbon-Technik wickeln. Den Teig nun im fast kochenden Wasser (ca. 90-95°) für 30-40 Minuten garen (je nach Dicke).

#9: Teig im Anschluss etwas auskühlen lassen, auswickeln und in schöne dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben dann in einer Pfanne mit etwas Butter langsam angehen lassen.

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