3-2-1 Ribs

Spare Ribs sollte jeder echte Kerl und BBQ Fan einmal gegrillt haben. Mit rund 6 Stunden zählt dies zu einem der längeren „Jobs“ am Grill und erfordert ein gewisses Maß an Durchhaltevermögen. Bei gutem Wetter und einer netten Nebenbeschäftigung ist das aber alles kein Problem. Man sollte nur ab und an mal ein Auge auf das Grillthermometer werfen und darauf achten, dass die Temperatur stimmt.

3-2-1 steht hier übrigens für die drei Zubereitungsphasen. Erst 3 Stunden indirekt auf dem Grill, dann 2 Stunden in Flüssigkeit und Alu Folie und am Schluss nochmal eine Stunde indirekt und mit Sauce bepinselt.

Ribs kann man in hunderten von Varianten zubereiten. Das Rub (Gewürzmischung) und die Sauce mit der am Ende glasiert wird geben den Ribs den gewünschten Geschmack. Viele legen ihre Ribs auch noch vor dem Rubben einige Stunden in eine Brine (=Sud) ein. Wir verzichteten aber an diesem Tag erstmal darauf.

Das Endergebnis war ein wahrer Traum. Geschmacklich einfach der Oberhammer und das Beste was ich je vom (eigenen) Grill gegessen habe. Die Würzmischung war genau richtig und das Fleisch war so zart, dass ihm nichts anderes übrig blieb als vom Knochen zu fallen.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 3 Spare Ribs (ca. 1kg pro Rib) – Einige Metzger verkaufen die Ribs ohne das Fleisch am oberen Ende. Sieht zwar schöner aus, da die Ribs dann gerade sind, ich finde allerdings, dass gerade das Fleisch oben auch nochmal super lecker und sehr saftig wird.
  • 1 Liter Apfelsaft
  • Barbecue Sauce (je nach Geschmack, ich verwendete diese hier)

Für das Rub:

  • 4 EL brauner Zucker
  • 1 EL Zwiebel (granuliert)
  • 1 EL Knoblauch (granuliert)
  • 3 EL Paprika
  • 1,5 EL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 0,5 EL Cumin/Kreuzkümmel
  • 0,5 EL Selleriesalz
  • 0,5 EL Salz
  • 0,5 EL grobes Meersalz

Zubereitung:

Zuerst die Ribs von ihrer Membran befreien. Das ist eine dünne silbrig-weiße Schicht auf der Rückseite der Ribs. Hierzu am besten mit einem Messer drunter puhlen und die Membran dann einfach mit einem Küchentuch (damit man nicht abrutscht) abziehen. Ist beim ersten mal ein bisschen Fummelarbeit, klappt aber danach um so besser, wenn man erstmal den Dreh raus hat. Danach mischt man die Zutaten für das Rub zusammen und bepudert die Ribs von allen Seiten großzügig mit der Würzmischung. Das Ganze macht man idealerweise am Vorabend und lässt das Fleisch dann nochmal über Nacht im Kühlschrank durchziehen.

Den Grill bereiten wir fürs indirekte Garen vor und heizen auf 110° bis 120° vor. Ich verwende eine, ursprünglich für gespülte Teller dienende, Halterung von Ikea, um meine Ribs im Smoker hinstellen zu können. Das verschafft mir einen gewaltigen Platzvorteil, sodass ich auch alle Ribs unterkriege. Vor allem in einem kleineren Kugelgrill macht die Halterung durchaus Sinn. Innerhalb der ersten beiden Stunde habe ich auch noch zwei mal mit etwas Hickory Holz gesmoked. Das gibt nochmal ein dezentes und schönes Raucharoma ans Fleisch.

Jetzt gehen die gerubbten Ribs bei einer durchgehenden Temperatur von ca. 115° für 3 Stunden in den Smoker.

Tipp: Man sollte darauf achten, dass man eine Aluschale oder Alufolie unter die Ribs legt um das abtropfende Fett abzufangen. Dann hat man später beim Saubermachen weniger Arbeit.

Nachdem die ersten 3 Stunden vorbei sind, kann die zweite Phase eingeleitet werden. Die Ribs kommen nun in die mit Apfelsaft gefüllte Wanne. Diese wird mit Alufolie Luftdicht verschlossen.

Wieder geht es bei gleicher Temperatur für 2 Stunden unter die Haube. Danach werden die Ribs wieder ausgepackt und mit Barbecue Sauce bepinselt und wandern zurück auf den Grill. Nach 30 Minuten einmal wenden und auch die andere Seite bepinselt. Nochmal 30 Minuten garen.

Nach mittlerweile rund 6 Stunden im Grill sind die Ribs endlich fertig und können verspeist werden. Das Fleisch sollte nun butterzart sein und förmlich vom Knochen fallen. Noch mehr Beweisfotos gibt es im Anschluss.

Viel Spass und vor allem Durchhaltevermögen wünsche ich Euch! Lasst den Smoker oder Kugelgrill ordentlich rauchen!

Wie macht ihr eure Ribs? Teilt mir eure Rub- oder Saucen Rezepte, sowie alternative Zubereitungsarten in den Kommentaren mit.

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