Macarons mal Drei – Schoko, Mojito und Salzkaramell

Schon ewig stehen diese kleinen Köstlichkeiten auf meiner Liste. Macarons. Das erste mal habe ich sie vor einigen Jahren in meiner alten Heimat Düsseldorf gegessen. Damals in einem Shop, der sie für ca. 1,50€ pro Stück (je nach Sorte auch mehr) verkauft hat. Neugierig, warum etwas so kleines, so teuer sein kann, habe ich zugeschlagen und war hin und weg. Sowohl vom hervorragenden Geschmack, als auch vor allem von der Konsistenz.

Macarons mal Drei - Schoko, Mojito und Salzkaramell

Seit diesem Tag wollte ich die kleinen bunten Schalen mit den diversen süßen Füllungen auch einmal nachbacken. Leider habe ich es irgendwie nie geschafft dieses Stück französische Backkultur in die eigene Küche zu holen. Doch letzte Woche war es soweit. Aus dem Buch Macarons: für Anfänger habe ich mir drei verschiedene Rezepte ausgesucht und versucht diese nachzubacken. Viele meiner Blogger-Kollegen sind nach eigenen Aussagen schon daran gescheitert und haben mehrere Versuche gebraucht, bis die Macarons einigermaßen gelungen sind. Bei uns hat es ehrlich gesagt relativ direkt geklappt. Natürlich war nicht jedes Blech von gleichguter Qualität. Sei es weil der Eischnee zu lange stand, der Ofen 5° zu kalt/heiss war oder die Macaron-Schalen eine Minute zu kurz/lang im Ofen waren. Nichts desto trotz war ich vom Ergebnis sehr begeistert. Dies lag vor allem auch an der sehr gut bebilderten und detaillierten Anleitung aus zuvor erwähntem Buch. Einen Kauf kann ich Euch nur wärmstens empfehlen.

Macarons mal Drei - Schoko, Mojito und Salzkaramell

Ausgesucht haben wir uns letztendlich für klassische Schokomacarons mit Ganachefüllung,
Mojito Macarons mit Limettenganache und Macarons mit Salzkaramell. Geschmeckt haben sie wirklich alle hervorragend. Mein Favorit waren allerdings die Mojito Macarons, dicht gefolgt vom Salzkaramell. Meine Freundin hingegen mochte die Schoko Variante am liebsten.

Macarons mal Drei - Schoko, Mojito und Salzkaramell

Als nächstes möchte ich ein paar herzhafte Macaron Variationen ausprobieren. Vielleicht sogar eine Pfälzer-Edition mit Leberworscht 😀

wichtige Hardware, die evtl nicht jeder hat jedoch zwingend erforderlich ist:

  • digitale Waage
  • Zerkleinerer (Wer im Supermarkt kein feines Mandelmehl bekommt, benötigt einen Zerkleinerer (zb Moulinex), um die gemahlenen Mandeln zu Mandelmehl zu verarbeiten)
  • Handmixer oder Küchenmaschine
  • Spritzbeutel (alternativ kann man sich hier aber auch einen Gefrierbeutel zurecht schneiden)

Zutaten (für ca. 20 Macarons)

Grundrezept (Menge muss, wenn man wie ich jeweils 20 Macarons von jeder Sorte machen möchte, verdreifacht werden):

  • 45g gemahlene Mandeln
  • 75g Puderzucker
  • 36g Eiweiß (bitte wiegen, Ei sollte mindestens 5 Tage alt sein)
  • 10g Zucker
  • Lebensmittelfarbpaste -oder pulver – keine flüssige Farbe

Für die Schoko-Macarons

  • die Zutaten des Grundrezepts
  • 1EL Kakaopulver
  • 100g frische Sahne
  • 100g Zartbitterschokolade

Für die Mojito-Macarons

  • die Zutaten des Grundrezepts
  • grüne Lebensmittelfarbe
  • ca. 40 kleine Minzblättchen
  • 30g Sahne
  • 100g weiße Schokolade
  • Saft einer Limette

Für die Macarons mit Salzkaramell

  • die Zutaten des Grundrezepts
  • braune Lebensmittelfarbe
  • 40g Zucker
  • 15g Butter, in kleinen Stücken
  • 60g Sahne
  • 1 TL grobes Meersalz

Zubereitung (ca. 2 Stunden):

Grundrezept der Schalen:

#1: Mandeln und Puderzucker noch feiner mahlen. Dafür jeweils 1 EL der beiden Zutaten in den Zerkleinerer geben und ordentlich mixen. Nach und nach den Rest hinzufügen. Anschließend durch ein sehr feines Sieb in eine Schüssel sieben.

#2: Das Eiweiß mit dem Mixer oder Küchenmaschine schlagen. Wenn es anfängt schaumig zu werden den Zucker hinzufügen und weiterschlagen, bis die Masse schön weiß ist. Danach ggf eine Messerspitze der gewünschten Farbe hinzugeben und weiter schlagen, bis der Eischnee schön fest ist.

#3: Das Mandel-/Zuckermehl nun in 3 Portionen unter den Eischnee heben. Dazu am besten einen Küchenschaber nutzen. In runden Bewegungen nach und nach einarbeiten. Die Masse nun in einen Spritzbeutel füllen.

#4: Ein Backblech mit Backpapier auslegen und kleine etwa 2Euro-Stück-große Kreise aufspritzen. Dabei einen Abstand von gut 3cm einhalten. Die Macaron schalen nun 15 bis maximal 30 Minuten ruhen lassen. Das ist wichtig da sich hier eine erforderliche „Kruste“ bildet. Den Backofen schon mal auf 140° (Ober- / Unterhitze) vorheizen.

#5: Nach der Ruhezeit die Schalen für 14 bis 15 Minuten backen und in dieser Zeit die Füllung/Ganache zubereiten

#6: Blech aus dem Ofen holen und Backpapier samt Schalen vorsichtig auf die Arbeitsfläche oder den Küchentisch ziehen. Nach ca. 5minütiger Abkühlphase die Schalen vorsichtig (mit einem Messer) lösen und umdrehen, damit die Füße trocknen können. Nach weiterhin 5 Minuten können die Schalen wieder umgedreht werden.

#7: Füllung/Ganache in einen Spritzbeutel füllen. Zwei gut zueinander passende Schalen suchen, Füllung/Ganache aufspritzen und vorsichtig zusammendrücken. Die obere Hälfte am besten sanft drauf drehen. Macarons für ca. 4 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen und dann darüber herfallen.

Für die Schokoladenmacarons:

#2.1: Für die Schokoschalen fügst du oben im Grundrezept in Schritt #1 einen EL Kakaopulver zu dem Mandel-/Puderzuckermehl vor dem Sieben hinzu.

#2.2: Für die Ganache die Schokolade in kleine Stücke hacken. Sahne sanft erhitzen und über die Schokolade gießen und verrühren bis sich die Schokolade vollkommen aufgelöst hat. Ganache abdecken und im Kühlschrank abkühlen lassen (ca. 45min).

#2.3: Kurz vor Verwendung die Ganache aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Schneebesen nochmal kräftig verrühren, sodass sie schön cremig wird. In einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Masse auf die Macarons spritzen (siehe Schritt #7).

Für die Mojito Macarons:

#3.1: In Schritt #2 schlägst du die Masse bis sie schön weiß ist. Danach nimmst du die Hälfte weg und färbst sie mit der grünen Farbe. Die andere Hälfte bleibt weiß. Jeweils in seperate Spritzbeutel füllen. Beim Aufspritzen der Schalen (Schritt #4) wird nun zuerst die grüne Masse aufgespritzt und danach die weiße als Punkt in die Mitte (darauf). Vor dem Backen nun mittig noch ein kleines Minzblättchen auflegen.

#3.2: Für die Limettenganache nun die weiße Schokolade klein hacken. Sahne erhitzen und darüber gießen. Den Limettensaft dazu geben und alles gleichmäßig verrühren. Ganache abdecken und für rund 45 Minuten im Kühlschrank auskühlen lassen.

#3.3: Kurz vor Verwendung die Limettenganache aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Schneebesen nochmal kräftig verrühren, sodass sie schön cremig wird. In einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die Masse auf die Macarons spritzen (siehe Schritt #7).

Für die Macarons mit Salzkaramell:

#4.1: Für die Schalen fügst du oben im Grundrezept in Schritt #2 die braune Lebensmittelfarbe hinzu.

#4.2: Für das Karamell den Zucker bei schwacher Hitze schmelzen. Wenn der Zucker goldfarben wird nach und nach die Butter mit einem Holzlöffel einrühren. Sahne erhitzen und zum Zucker und der Butter in die Pfanne geben. Ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze rühren und am Schluss das Salz hinzugeben. Abkühlen lassen.

#4.3: Mit einem Teelöffel das Karamell auf die Macaronschalen füllen.

 

8 Kommentare

  • Ela sagt:

    Boah, die sehen ja absolut perfekt aus! Ich hab das Buch auch, aber meine Macarons werden trotzdem nie so perfekt 🙂 Kompliment!
    LG
    Ela

    • Jens sagt:

      Alles eine Frage der Übung, Ela. Das erste Blech war bei uns auch nicht perfekt.
      Irgendwann hat man dann raus wie lang der Ofen wirklich braucht. Einfach weiter probieren.

      PS: Auch die nicht-perfekten schmecken super 😉

  • Andrea sagt:

    Da könnte ich doch glatt etwas von abknabbern… nein… reinbeißen. Wirklich grandios gemacht! Super!

  • Pingback: Was sind eigentlich ... Macarons?
  • dinchensworld sagt:

    Hut ab! Ich hab mich diese Woche auch an diesen „zickigen“ Dingern versucht … 2 x gelungen, einmal komplett daneben … :-). Deine sehen spitzenmäßig aus! Meine Inspiration, um es vielleicht doch noch mal zu versuchen … 😉
    Liebe Grüße!
    Dinchen

  • Ich will schon sooo lange, aber traue mich nicht so recht, weil ich einfach immer wieder höre, wie schwierig es sein soll und auch frustrierend, aber jetzt wo ich deine Bilder sehe… ich will auch 🙂

    • Jens sagt:

      Hi Malene,

      trau dich!

      Viel falsch machen kannst du nicht und oben ist ja alles Schritt für Schritt beschrieben. Einen gewissen Anspruch hat die Macaron-Herstellung schon aber das packst du. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass die Hüllen nicht perfekt werden. Aber dann sehen Sie halt nicht perfekt aus. Geschmacklich wird das auf jeden Fall bombig und das ist doch die Hauptsache, oder?

      Und wenn es beim ersten mal nicht gleich zu 100% klappt, dann versuch es nochmal. Es lohnt sich nämlich wirklich. Es ist noch kein Macaron Meister vom Himmel gefallen. Bei uns sind sie auch nicht jedes mal perfekt.

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