gekleckert.de war im Fernsehen

Letzten Freitag habe ich ganz gespannt vor dem Fernseher gesessen, um mich selbst in selbigen zu betrachten. Ein ganz schön komisches Gefühl. Am Montag zuvor hat mich tagsüber ein Kamera-Team des SWR begleitet. Getroffen haben wir uns bei den Brotpuristen, um zu allererst meinen Baguette Einkauf dort zu drehen. Sebastian, den Chef des Ladens, kenne ich schon länger, was mir ein bisschen die Aufregung nahm, da ich in ihm einen Verbündeten hatte. Nach kurzem Handshake waren Kameramann und Tontechniker auch direkt startklar. Noch bevor ich mich fragen oder überlegen kann, was ich denn nun tun und sagen soll, geht es auch schon los.

„OK los gehts, du kommst einfach rein und holst das Baguette ab – so wie immer“ lässt die Redakteurin verlauten. Ähm ja, so wie immer also. Mein Kopf geht die verschiedensten Szenarien durch. Ein winziger Teil des Gehirns überlegt was ich tun und sagen soll, der Rest ist damit beschäftigt sich auszumahlen, was nun alles schief gehen kann und wie viele hundert mal wir jetzt diese eine Szene drehen müssen, bis sie einigermaßen im Kasten ist. Zu meiner Verwunderung tatsächlich nur ein mal. Alles klar. Naturtalent. Nächste Woche melde ich mich in der Schauspielschule an … vielleicht.

Sebastian Brotpuristen SWR

Nachdem das Team noch einige Aufnahmen der Baguettes, von Sebastian und dem Ofen gemacht hat, fahren wir weiter zu mir. Am Tag zuvor haben wir natürlich noch alles blitzeblank aufgeräumt und sauber gemacht. Es soll ja schön aussehen, wenn das Fernsehen kommt. Nach einem kurzen Rundgang und Begutachtung der Drehorte (Wohnzimmer und Küche) geht es auch schon direkt weiter. Ich beginne mit der Zubereitung von Koriander Mayonnaise und dem eingelegten Gemüse. Da es an dem Tag mit 26° ziemlich heiß war, komme ich beim Mörsern, Schneiden und Hobeln der einzelnen Zutaten ganz schön ins Schwitzen. Der Fakt, dass meine kleine Küche im Dachgeschoss liegt, gepaart mit der leichten Anstrengung treibt mir den Schweiß aus den Poren. Zum Glück bin ich nicht der Einzige, dem es so geht, denn auch der Kameramann hat die ein oder andere Schweißperle im Gesicht. Es kann also nicht nur die immer noch anhaltende leichte Aufregung sein. Trotz alledem kommt die Kamera mir immer wieder bedrohlich und erbarmungslos nah und innerlich frage ich mich, warum er jetzt schon wieder eine Großaufnahme meiner Stirn machen will. Letztendlich hat es dieses Bildmaterial aber zum Glück nicht in den Beitrag geschafft 😉

SWR_Dreh_Kueche

Zwischen den Arbeitsschritten muss ich immer wieder ein paar Fragen beantworten, die mir die Redakteurin stellt. Wie es der Beitrag zeigt, ging es darum, wie ich zum Kochen und Bloggen gekommen bin. Einige Fragen habe ich zu ausführlich oder nicht präzise genug beantwortet und wurden dementsprechend noch ein zweites mal aufgenommen. Alles in Allem waren die meisten Szenen aber relativ schnell und ohne großartige Wiederholungen abgedreht. Ich hatte mir das alles ganz anders und viel viel schlimmer ausgemalt.

Als dann nach rund fünf Stunden die letzte Einstellung endlich im Kasten war, haben wir alle noch ein Banh Mi und etwas Baguette mit Butter und Salz verspeist. Schließlich wollte ich die Crew nicht hungrig auf die Heimreise nach Mainz schicken.

Den fertigen Beitrag könnt ihr euch >>> hier <<< ansehen

SWR_Dreh2 SWR_Dreh4

Fazit

Alles in Allem hat der Dreh mega viel Spaß gemacht. Zwar war die ganze Aktion auch ziemlich aufregend, aber das Team vom SWR war super nett und konnte mir die anfängliche Nervosität schnell nehmen. Sich selbst im Fernsehen zu sehen ist total merkwürdig. Erst wusste ich nicht so recht, was ich von dem Beitrag halten soll. Mittlerweile bin ich aber wirklich zufrieden mit dem Endergebnis und froh, dass ich mich darauf eingelassen habe. Vielen Dank an dieser Stelle an den SWR, das nette Team vor Ort und Sebastian von den Brotpuristen, sowie meinen Freunden Rigo und Fabian fürs Mitwirken!

Banh Mi Rezept

Das Rezept für das Banh Mi findet ihr hier. Statt dem Schweinebauch habe ich diesmal ein schönes Steak auf die Baguettes gelegt. Beim Metzger meines Vertrauens habe ich mich für Dry Aged Roastbeef entschieden und mir zwei nicht zu dünne Scheiben á ca. 400g runterschneiden lassen. Diese habe ich für ca. 90 Minuten bei 55° Sous Vide gegart und danach noch einmal scharf in der Pfanne angebraten.

SWR_Dreh_Fernsehen

8 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.