Die perfekte Schokotarte.

Die Tage haben meine Freundin und ich eine Schokotarte in der neuen „Jamie“ Ausgabe gefunden. An dieser Stelle möchte ich gleich mal erwähnen dass mich die aktuelle Ausgabe ziemlich enttäuscht hat und ich lediglich dieses eine Rezept für mich (neu) entdecken konnte. Alles andere war irgendwie schon mal da gewesen und/oder hat mich eher weniger angesprochen. Ich weiß auch nicht. Irgendwie waren die vorherigen Ausgaben alle besser und gerade die ersten paar wussten durchaus zu begeistern. Naja, die nächste wird sicher wieder besser.

Da meine Freundin ihren Arbeitskolleginnen sowieso einen Schokokuchen versprochen hatte, hat Sie das Rezept dann mal in Angriff genommen. Unser anfängliches Problem war, dass das Rezept für eine Kastentarteform ausgelegt war, wir aber nur eine runde 28er Tarteform hatten. Da war ich dann gefragt: Mit dem DeLorean gings zurück in die Zukunft Vergangenheit. So ca. ins Jahr 2001. Da müsste ich in der 10ten oder 11ten Klasse gewesen sein und wusste genau wie man die Fläche eines Rechtecks und die Fläche eines Kreises (feat. Kreiszahl π) errechnet. Zum Glück kann man in der heutigen Welt der Smartphones sehr gut bei Google und Co spicken. Ich wagte also einen Täuschungsversuch, errechnete beide Flächen und ihr Verhältnis zueinander, schlug dann irgendwas um die 18,73% auf die Zutatenliste drauf und schon passte alles.

Alles? Naja, nicht ganz. Zumindest nicht beim ersten Versuch. Es war garnicht mal so leicht den ausgerollten Boden in die Tarteform zu befördern. Mit ein bisschen Geduld, einer gut bemehlten Arbeitsfläche und nach nochmaligem Ausrollen hat es dann aber doch geklappt. Hier hilft innerer Frieden und ein bisschen Fingerspitzengefühl.

Es konnte also losgehen. Was am Ende dabei rauskam war die perfekte Schokotarte. (Punkt). Ich bin ja normal vorsichtig mit solchen Superlativen und neige eher dazu bei jedem Gericht irgendeine Kleinigkeit zu finden, die man beim nächsten mal noch besser machen könnte, aber diese Tarte ist der wahrgewordene Schokoladentraum. Diese super cremig-schokoladige Ganache, dazu die fruchtig und leicht säuerlichen Himbeeren auf dem knusprigen Schokoboden. Besser gehts einfach irgendwie nicht.

Zur Nachahmung empfohlen! Bester Schokokuchen, vom besten Schatz 😀

Zutaten (für eine 28cm Tarteform):

für den Teig

  • 150 g Butter, weich
  • 160 g Zucker
  • 150 g Mehl
  • 65 g Kakaopulver
  • 1 Prise Salz

für die Ganache-Füllung

  • 400 ml Sahne
  • 500 g hochwertige Zartbitterschokolade (60%+)
  • 200 g Himbeeren

Zubereitung:

#1: Butter und Zucker in einer Schüssel verrühren. Mehl und Kakaopulver in eine andere Schüssel sieben, ein Prise Salz hinzugeben.

#2: Löffelweise die Kakao-Mehl Mischung in die Zuckerbutter mit dem Handrührgerät einrühren.

#3: Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

#4: Die Tarteform mit Butter einfetten.

#5: Die Arbeitsfläche leicht bemehlen. Den Teig darauf ausrollen, in die Form legen und andrücken. Erneut eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

#6: Den überstehenden Rand mit einem scharfen Messer abschneiden, den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und 15 Minuten bei 180 Grad in den vorgeheizten Ofen backen. Nach dem Backen auskühlen lassen.

#7: Für die Ganache die Schokolade klein hacken und in eine Schüssel geben. Die Sahne in einem Topf bei mittlerer Hitze zum köcheln bringen und vom Herd nehmen.

#8: Die heiße Sahne über die gehackte Schokolade geben und mit einem Schneebesen verrühren, bis sich eine glatte Masse ergeben hat.#9: Die Himbeeren auf dem Tarteboden verteilen und die Ganache darüber gießen. Mindestens 4 Stunden kühl stellen (bei uns über Nacht).

Zum Servieren sollte die Tarte Raumtemperatur haben. Am besten lässt sich die Tarte mit einem Scharfen Messer schneiden, welches man vorher in heißes Wasser getaucht hat. Wer mag garniert noch mit ein paar frischen Himbeeren.

Tipp: Verwendet am besten eine Tarteform mit Hebeboden. So bekommt ihr die Tarte auch heile aus der Form, ohne dass etwas kaputt geht.

7 Kommentare

  • Jasmin sagt:

    Das sieht in der Tat extrem lecker aus. Ich habe noch ein Rezept für eine Triple Chocolate Tarte auf meiner ToDo Liste und die Idee mit den Himbeeren finde ich sehr gut. Ich werde mal versuchen das in mein Rezept einzuarbeiten.

  • Das nenne ich eine süße Verführung 😉

  • minzzucker sagt:

    Ich mag Superlative auch nicht. Allerdings sieht diese Tarte wirklich verführerisch und überaus köstlich aus! Und die Kombi Himbeeren und Schokolade ist einfach immer lecker!
    Herzliche Grüße,
    Dani

  • Caro sagt:

    Hallo Jens,
    ich habe heute dein Rezept ausprobiert – der Teig des Bodens ist leider überhaupt nicht fest geworden, sondern fing nach 15 Minuten Ofen einfach nur an zu blubbern (!) – es ist nicht der erste Tarteboden, den ich gemacht habe und ich habe mich auch genau an die Anleitung gehalten und bin jetzt irgendwie leider ziemlich enttäuscht… Schade.
    Liebe Grüße,
    Caro

    • Jens sagt:

      Hi Caro,

      schade, dass es bei dir nicht hingehauen hat. Ich kann nur sagen, dass wir die Tarte mittlerweile schon 3 oder 4 mal gemacht haben und da auch immer wieder auf dieses Rezept hier aus dem Blog zurück gegriffen haben.

      Wichtig sind auf jeden Fall die Ruhezeiten. Sowohl vorher im Kühlschrank als auch, dass man den Boden nach dem Backen in der Form auskühlen lässt. Dass der Teig blubbert und nicht komplett fest ist direkt nach dem Backen ist auch normal. Das war bei uns auch der Fall. Ausgekühlt, wurde der Boden aber jedes mal schön fest.

      Ich hoffe du gibst nicht auf und gibst dem Rezept noch einmal eine zweite Chance. Es lohnt sich nämlich wirklich.

      Gruß
      Jens

  • Sita sagt:

    Vielleicht hilft „blindbacken“, also nachdem der Teig in der Form ist Backpapier drauflegen und 500g getrocknete Hülsenfrüchte drauf verteilen. Dann erst in den Ofen. Das hält den Teig zumindest in Form. Nach dem Auskühlen sollte er in jedem Fall fest sein. Für Tarteboden kann man auch einfach fertigen, gekauften Plätzchenteig nehmen und, in diesem Fall, noch Kakao dazugeben. Dann kann man gar nichts falsch machen.

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