Chorizo Bärlauch Brot aus dem Topf

In der letzten Woche habe ich so viel Bärlauch gegessen wie noch nie in meinem Leben. Unsere Bärlauchjagd war dermaßen erfolgreich, dass wir garnicht wussten wohin mit dem ganzen Zeug. Nachdem wir die Nachbarn versorgt hatten, ganz viel Bärlauch Butter für Kühl- und Gefrierschrank, sowie Öl und Pesto hergestellt hatten, war immernoch das ein oder andere Bund übrig. Da wir für unsere Bärlauch Butter noch eine gescheite Unterlage benötigten, lag es also nah mal wieder ein leckeres Brot zu backen. Als Grundrezept habe ich mich für ein Weizenbrot auf Roggensauerteig Basis entschieden, welches ich in anderer Form schon mehrfach gebacken und damals bei Schelli auf dem Blog gefunden habe. In einer etwas abgewandelten Form findet ihr es auch bei Ylva.

Chorizo Bärlauch Brot aus dem Topf

Das Brot hat eine richtig tolle knusprige Kruste und ist innen schön fluffig. Durch Zugabe von Bärlauch, Chorizo und Paprika wird das Brot richtig schön würzig und herzhaft im Geschmack. Dabei disqualifiziert es sich leider als Frühstücksbrot, wenn man gerne süß ist. Der unfreiwillige Test mit Erdbeermarmelade war eher weniger lecker. Dafür ist es um so besser, um es einfach nur mit etwas (Bärlauch) Butter und Salz, einer guten Salami oder würzigem Käse zu genießen.

Chorizo Bärlauch Brot aus dem Topf Chorizo Bärlauch Brot aus dem Topf

Rezept & Zutaten

Sauerteig:

Vorteig:

  • 200g Weizenmehl 812
  • 200g warmes Wasser
  • 2g frische  Hefe

Hauptteig:

  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 70g Hartweizenmehl
  • 300g Weizenmehl 812
  • 170g warmes Wasser
  • 15g frische! Hefe
  • 1 Tl flüssiges Backmalz (geht auch ohne)
  • 16g Salz
  • ca. 100g Chorizo
  • 1,5 EL Paprika Pulver
  • ca. 15 Blätter Bärlauch, klein geschnitten

Zubereitung

#1: Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig zusammenrühren und in einer Tupper Schüssel ca. 12 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen (ideal 24°). Alle Zutaten für den Vorteig in einer anderen Schüssel zusammenrühren und ebenfalls abgedeckt, erst kurz bei Raumtemperatur anspringen und dann über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

#2: Am nächsten Morgen (nach ca. 12 Stunden) die Chorizo in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit wenig Öl bei mittlerer Hitze anbraten. Nach ca. 3 Minuten zusätzlich das Paprikapulver in die Pfanne geben und kurz mit braten. Pfanne vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Alle Zutaten des Hauptteiges inkl der Chorizo und dem Öl aus der Pfanne 12 Minuten in der Küchenmaschine durchkneten. Danach den Teig falten und 30 Minuten abgedeckt  ruhen lassen.

#3: Nach den 30 Minuten den Teig dehnen und falten und wiederum 30 Minuten ruhen lassen.

#4: Nun den Teig nochmal dehnen und falten und für rund 90-120 Minuten ruhen lassen.

#5: Ofen auf 250° vorheizen. Einen gusseisernen Topf (24cm) mit Deckel ebenfalls mit in den Ofen stellen und damit er ebenso aufheizt.

#6: Teig in den heißen Topf plumpsen lassen und für 60 Minuten backen. Nach 30 Minuten Hitze auf 200° reduzieren. Nach weiteren 15 Minuten den Deckel abnehmen, sodass in der letzten viertel Stunde eine schöne hellbraune Kruste ausgebildet wird.

#7: Brot einfach aus dem Topf gleiten lassen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

4 Kommentare

  • Julia sagt:

    Genau wegen solcher Brote hab ich mir jetzt auch endlich einen schweren Topf gekauft, der gerade auf seinen ersten Einsatz wartet 😉

    • Jens sagt:

      Och, ich koche da auch total gerne meine Schmorgerichte, Suppen und Bolognese drin.

      Meine beiden Le Creuset’s sind meine absoluten Lieblinge.

      Aber OK, jetzt hast du einen Topf und ein Rezept. Kann also losgehen 😉

  • Das klingt nach einer wirklich tollen Kombi und sieht sehr lecker aus.
    Wir haben momentan Bärlauch im Garten und es geht mir ähnlich, wie dir. Pesto, Butter und viele Hauptspeisen wurden schon gebärlaucht, aber Brot hatten wir noch keines. Danke für die Inspiration.
    Viele Grüße Janke

    • Jens sagt:

      Hi Janke,
      Bärlauch im eigenen Garten ist natürlich ein Luxus. Ich musste meinen erst im Wald suchen und ernten gehen. Hatte aber auch irgendwie was.
      Viel Erfolg beim Backen und lasst es euch schmecken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.