Kohlrouladen zum ersten Advent

Winterzeit = Eintopf- und Schmorgerichtzeit. Endlich darf man wieder schmoren und köcheln lassen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Im Sommer kommt mir das immer so falsch vor. Da solls doch nach Möglichkeit locker und leicht sein. Und damit man auch möglichst viel Zeit draussen in der Sonne verbringen kann, muss es natürlich auch schnell gehen.

Jetzt, wo heute schon die ersten kleinen Schneeflöckchen vom Himmel fallen, darf man aber wieder, oder? Es wurde Zeit ein Geschenk meiner Freundin einzuweihen. Sie hat mir zu unserem Jahrestag u.a. einen wunderbaren, orangenen Bräter von Le Creuset geschenkt. Der ist Ideal zum schmoren. Dazu gab es auch das Kochbuch Slow Cooking, aus dem ich mich habe inspirieren lassen für meine Kohlrouladen. Es finden sich weiterhin viele schöne Rezepte in diesem Buch. Alles ausgezeichnet, wenn man mal wieder ein bisschen mehr Zeit zum kochen hat. Viele bunte Post-Its kleben zumindest schonmal in den verschiedensten Seiten mit den tollsten Rezepten, die darauf warten nachgekocht zu werden.

Was ich an so Schmorgerichten ja besonders liebe, dass man während das Essen auf dem Herd bzw im Ofen steht, viele tolle Dinge erledigen kann und sich währenddessen die gesamte Wohnung mit einem himmlischen, appetit-anregenden Geruch füllt. Es gibt nicht schöneres als an einem Sonntag Mittag mit diesem Duft in der Nase auf der Couch zu liegen und einen guten Film zu gucken oder ein tolles (Koch)Buch zu schmökern.

In diesem Sinne: Happy Schmoring und einen fabelhaften ersten Advent.

Zutaten:

  • 1 Spitzkohl
  • 400g Hackfleisch vom Schwein
  • Blättchen von 5 Thymian Stengeln
  • 1 Ei
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 3-4 Möhren
  • 150ml Weißwein
  • 1/2 Dose Tomaten

Zubereitung:

#1: Den Spitzkohl auf einem Spieß oder Gabel aufspießen und ca. 15 Sekunden in kochendes Salzwasser halten. Das äußerste Blatt ablösen und den Vorgang mehrfach wiederholen bis man ca. 10 Blätter abgelöst hat.

#2: Das Hackfleisch in Olivenöl anbraten. Den restlichen Kohl in Streifen schneiden und zusammen mit kleingeschnittenem Knoblauch ebenfalls mit anbraten. In eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer, Chili und etwas Thymian würzen. Abkühlen lassen und das Ei untermischen.

#3: Die Füllung auf den Kohlblättern verteilen und zusammenrollen. Etnweder mit einem Zahnstocher fixieren oder wie bei mir mit Küchengarn zubinden.

#4: Die Rouladen in einem Topf in etwas Butter anbraten. Wieder herausnehmen. Zwiebel grob in Scheiben schneiden und Möhren in lange Stifte schneiden und im Anschluss anbraten. Die Rouladen wieder dazu geben und alles immer wieder mit wenig Weißwein ablöschen. Danach die Tomaten hinzugeben.

#5: Zugedeckt etwa eine Stunde bei milder Hitze köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder etwas heisses Wasser hinzugeben, falls die Sauce zu stark einkocht. Mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Thymian abschmecken.

#6: Rouladen und den Großteil des Gemüses entnehmen. Ein paar Karotten und Zwiebeln mit der Sauce im Topf lassen und durchpürieren. So entsteht eine wunderbar sämige Sauce. Alles wieder zurück in den Topf und mit Kartoffelpüree servieren.

4 Kommentare

  • DirkNB sagt:

    Moment … Du brätst erst das Hackfleisch an und machst dann daraus die Füllung? Ich denke mal nicht, dass Du es bröselig anbrätst, sondern schon als kleines Boulettchen, was nachher die Füllung darstellen soll, oder?
    Wobei, je öfter ich Deinen Text lese, brätst Du es wirklich bröselig. Da frage ich mich, wie die Füllung dann zusammenhält (oder soll sie das gar nicht?). Ich kenne Kohlrouladen ganz ohne Anbraten der Füllung oder eben das schon erwähnte Anbraten des Fülllings, also einer wurstförmigen Boulette, die dann mit dem Kohl umwickelt wird.

    • Jens sagt:

      Hi Dirk,

      doch doch, das ist schon richtig so. Die Roulade ist dann nicht so fest, wie wenn man das Hackfleisch roh verknetet und in die Roulade füllt.
      Im Originalrezept wird das auch so gemacht – ich habe mich ähnlich gewundert und deswegen noch ein Ei zur Bindung zur Masse hinzugefügt. Es bröselt beim anschneiden zwar immer noch ein bisschen was raus, aber durch das Ei und ein realtiv kompaktes und festes einrollen und einbinden, fällt die roulade keineswegs auseinander und hält gut zusammen.

      Definitv mal eine Alternative, die es auszuprobieren gilt.

  • Karen Simon sagt:

    Sieht toll aus ! ! !

    auch schön fotografiert! ! !

    Ich habe vor kurzem eine gute App gefunden, bei der ich recht gute Rezepte gefunden habe…

    https://www.facebook.com/smart.deutschland/app_173335422810258?ref=ts

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