Indisches Dal mit Hühnerbrust Sous Vide

Dass Kartoffeln und Linsen eine gute Kombination sind, kennt man ja bereits aus der deutschen und französischen Küche. Ob als Suppe, Eintopf, Ragout oder kalt als Salat: die beiden Komponenten passen einfach wunderbar zusammen.

Hier habe ich das Ganze mal indisch abgeschmeckt. Das Gericht nennt sich Dal, ist nichts anderes als ein indisches Curry und wird mit einer ordentlichen Portion Garam Masala abgeschmeckt. Hinzu kommen Ingwer, Chili und Zwiebel, die den Geschmack abrunden. Das Rezept funktioniert übrigens auch mit anderen Hülsenfrüchten. Ich mache es zB gerne mit Kicherersben und ersetze die Kartoffeln dann durch Spinat. Ebenfalls sehr lecker.

Garam Masala selber machen

Garam Masala findet ihr in jedem größeren Supermarkt in der „internationalen Ecke“ oder aber auch im Asia Laden. Die Gewürzmischung ist aber auch sehr einfach selbst herzustellen. Dazu röstet ihr 1 EL Kreuzkümmel, 1 ½ TL Koriandersamen, 1 ½ TL Kardamom, 1 ½ TL Pfeffer, ½ Zimtstange und ½ TL Nelke in einer Pfanne ohne Fett an und mörsert die Gewürze danach in einem Mörser zu feinem Pulver. Zum Schluss gebt ihr noch 1/3 TL gemahlene Muskatnuss hinzu.

Hühnerbrust Sous Vide

Als kleine Beilage zum Dal gab es noch eine sous vide gegarte Hühnerbrust, die in ihrer Konsistenz einfach umwerfend gut war. Da im Vakuum so gut wie garkeine Flüssigkeit austritt, ist das Flesich extrem saftig und zart. Der normalerweise eher neutrale Geschmack des Hühnchens wird intensiviert und durch das Pruple Curry Gewürz aufs nächste Level gehoben. Sehr passend zum Dal und wirklich nur zu Empfehlen!

Indisches Dal mit Hühnerbrust Sous Vide

Rezept & Zutaten (für 2 Personen)

  • 1 rote Chili
  • 1 daumenkuppengroßes Stück Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Garam Masala
  • 1 Tasse Linsen
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Dose Tomaten (400g)
  • 1 Dose Kokosmilch (400g)
  • 1 Hühnerbrust
  • Purple Curry

Zubereitung

#1: Sous Vide Gerät auf 56° vorheizen. Hühnerbrust mit Purple Curry ordentlich von allen Seiten würzen, vakuumieren und für 50 Minuten im Sous Vide Becken garen.

#2: Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Linsen gründlich waschen und abtropfen lassen. Knoblauch, Chili und Ingwer sehr fein würfeln.

#3: Ingwer, Knoblauch und Chili in etwa Öl bei mittlerer Hitze anschwitzen. Garam Masala hinzugeben und kurz mitbraten. Kartoffeln und Linsen in den Topf geben und kurz mit erhitzen.

#4: Mit den Tomaten ablöschen und bei mittlerer Hitze für rund 20 Minuten köcheln lassen. Nach ca. 10 Minuten die Kokosmilch hinzugeben.

#5: Das Dal ist fertig wenn die Kartoffeln und Linsen gar sind. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und ggf. mit noch etwas Garam Masala abschmecken.

#6: Als Farbtupfer habe ich noch ein paar gehackte Sellerieblätter hinzugegeben. Besser passen würde wohl Koriander, aber der war zu dem Zeitpunkt leider nicht greifbar

10 Kommentare

  • Sieht lecker aus. Jetzt kann ich so langsam mal mein neues Anova Sous Vide Moped ausprobieren, ist nämlich mittlerweile angekommen :-D, die Hähnchenbrust bietet sich ja dafür an.

    • Jens sagt:

      Unbedingt Sascha.
      Ich hab auch heute wieder die Creme Brulee gemacht. Das wäre evtl auch ein gutes Rezept um dein Gerät einzuweihen.

      Willkommen in der Anova Familie 😉

  • kitty sagt:

    Lieber Jens, das sieht alles sehr lecker aus, was du zubereitest. Allerdings verwundert es mich stark, dass ich dieses Rezept mit Hühnerbrust und zwei weitere mit Hähnchen unter der Kategorie „Vegetarisch“ finde.

    • Jens sagt:

      Hi kitty,

      der Gedanke dabei war, dass das Dal hier ja auch wunderbar ohne das Hühnchen funktioniert und das Fleisch nur optional ist. Ich finde dieses Linsen Gericht super lecker und wollte es den Veggies, die speziell nach vegetarischen Rezepten suchen, nicht vorenthalten.

  • kitty sagt:

    achso, na dann… viel spaß noch beim kochen 🙂

  • hans peil sagt:

    also, ich habe gestern dieses Dal gekocht, es war absolut ungeniessbar. Ich denke, du solltest, bevor du solche Rezepte veröffentlicht, doch erst mal selbst probieren. Keinem Menschen mit einigermaßen Geschmack kann dies gut finden. Es treiben sich halt immer mehr Foodis im Internet herum, die denken, sie könnten es und verwirren dabei sehr viele.

    • Jens sagt:

      Hallo Hans,

      es tut mir leid wenn es dir nicht geschmeckt hat und ich dich verwirre. Es sei dir versichert, dass ich das Rezept bereits mehrfach gekocht (und ein Foto davon geschossen) habe. Mir hat es geschmeckt und meine Gäste sind auch nicht tot umgefallen.

      Vielleicht hattest du ein anderes und/oder intensiveres Garam Masala als ich oder unsere Geschmäcker sind einfach grundverschieden. Das soll es ja auch geben.

      Ansonsten natürlich danke für deine konstruktive Kritik.

      Gruß
      Ein Foodie, der sich im Internet herum treibt und denkt er könnte es.

  • Herbert sagt:

    Gestern: Hat lange gebraucht, bis das Rezept seine Aktenreife hatte… Gestern wars soweit. Ich hab 3 Grad mehr gegeben im Becken, aus Vorsicht. Die Brust – Perfekt und farblich Toll. Das Dal schön intensiv und aromatisch, wenn auch m.E. zu viel Kokosmilch und auf den Koriander sollte man wirklich nicht verzichten. Danke für das großartige Rezept.

    • Jens sagt:

      Hi Herbert,

      das schöne an so Rezepten ist ja, dass die jeder so anpassen kann wie er mag. Danke fürs Ausprobieren und dein Feedback. Freut mich wenns geschmeckt hat!

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