gekleckert.de - Der Foodblog eines jungen Mannes http://gekleckert.de Leckere Rezepte aus der Küche eines jungen Mannes Wed, 04 Mar 2015 12:31:35 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.1.1 FoodBloggerCamp Reutlingen 2015http://gekleckert.de/2015/03/foodbloggercamp-reutlingen-2015/ http://gekleckert.de/2015/03/foodbloggercamp-reutlingen-2015/#comments Wed, 04 Mar 2015 09:06:29 +0000 http://gekleckert.de/?p=2930

Schon im letzten Jahr fand das FoodBloggerCamp in Reutlingen statt. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon mitbekommen. Als dann aber nach und nach die Rückblicke auf den verschiedensten Foodblogs aufgetaucht sind und mir ein riesiger Schwall von Begeisterung entgegenschwappte, war mir klar, dass ich dieses Jahr einfach dabei sein musste. Als der Zeitpunkt der offenen Anmeldung endlich gekommen war, saß ich F5-spamend an meinem Rechner und registrierte mich so schnell ich konnte. Wie sich herausstellte, hatten ganz viele andere Blogger die gleiche Idee wie ich und das Event war nach wenigen Minuten ausverkauft. Zum Glück konnte ich mir ein Ticket sichern und gemeinsam mit ca. 70 anderen Bloggern am vergangenen Wochenende an diesem Event teilnehmen. Aufgrund dessen, was ich über das letztjährige Camp gehört habe, waren meine Erwartungen an die Veranstaltung ziemlich hoch, aber um das kurz vorweg zu nehmen: sie wurden übertroffen. Es war so ein reizüberflutend-geiles Wochenende! Danke an alle Organisatoren, Sponsoren und natürlich auch Teilnehmer, die das gemeinsam möglich gemacht haben.

Da vermutlich eh keiner mehr Lust hat den x-ten Bericht zum #FBCR15 zu lesen, mache ich es euch einfach und lasse euch meine Meinung etwas strukturiert und in Stichpunkten wissen ;) Leider gibt es auch nicht so viele Fotos für euch. Meine DSLR ist relativ schnell wieder im Rucksack verschwunden und dann auch dort geblieben. Auch mit dem Handy habe ich nicht all zu viele Bilder geschossen. Irgendwie lag mein Fokus dann doch auf purem Erleben. Ich hoffe ihr verzeiht.

Kulinarische Highlights

  • Schweinebauch Sous Vide – 24h bei 65° – dazu Serviettenknödel und Sauerkraut von Frank
  • Sous Vide Lachs mit Bulgur sowie 4kg Rinder Roastbeef – ebenfalls von Frank mit dem Anova Precision Cooker zubereitet
  • gegrillte Wildschwein Salsciccia von Werner
  • 3Finger-dicke dry aged Steaks und Maispoularde vom Bob Grillson
  • Lakrids von Christian
  • überraschend leckeres veganes Lakritz Eis von Lina
  • Currywurst (fruchtig-scharf) von Jay

Lachs und FoodbloggerSous Vide Lachs mit Bulgur

Was ich besonders toll fand

  • 70 Foodblogger auf einem Haufen
  • Alte Gesichter wiedersehen und neue Foodies kennenlernen
  • Das Engagement und die Organisation von Jan und Mella
  • Der Austausch mit anderen Bloggern
  • Das Teilnehmen und Aufschlauen bei anderen Session zu den verschiedensten Themen
  • Die erste eigene Session zum Thema WordPress Optimierung und das tolle Gefühl, dass die ersten Teilnehmer im Nachgang schon erfolgreich am Blog gebastelt haben und ganz happy mit dem Ergebnis sind
  • Dank Werner sind meine japanischen Messer wieder richtig schön scharf und ich fühle mich nun sicherer beim Schleifen
  • Das Goodiebag mit vielen tollen Artikeln von unseren Sponsoren

SteaksSteak

Was mir eher nicht gefallen hat

  • Dass es keine Leih-Mägen gab. Ich hätte dann wirklich so viel mehr essen können.
  • Mein unterdimensioniertes Hotelbett
  • Die Tatsache, dass das Event einfach viel zu kurz war
  • Stau auf der Rückfahrt

Messer schärfenWildschwein Salsciccia

Was ich leider versäumt habe

  • Leider habe ich es nicht mal ansatzweise geschafft mich mit allen Teilnehmern kurz zu unterhalten
  • Weil irgendwann nichts mehr rein ging, konnte ich viele Gerichte nicht probieren
  • Christianes Macarons, von denen ich leider nichts abbekommen habe
  • Zu interessanten Session zu gehen die parallel zu einer von mir besuchten liefen
  • Von allem und jedem coole Fotos mit der DSLR zu machen

SchweinebauchCurrywurst

Wie andere das Camp erlebt haben

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Vietnamesischer Glasnudelsalat mit Garnelenhttp://gekleckert.de/2015/02/vietnamesischer-glasnudelsalat-mit-garnelen/ http://gekleckert.de/2015/02/vietnamesischer-glasnudelsalat-mit-garnelen/#comments Thu, 26 Feb 2015 16:07:04 +0000 http://gekleckert.de/?p=2910

Schon oft haben wir ihn gegessen. Aber nirgendwo hatten wir einen so guten Glasnudelsalat wie im Khanh’s Lilly in Düsseldorf. Als wir vor rund drei Jahren noch in Düsseldorf gelebt haben, war das unser Stammvietnamese und oftmals bestellten wir eben diesen Glasnudelsalat. Nun sind wir nur noch grob alle zwei Monate mal in Düsseldorf um meine Eltern und Freunde von uns zu besuchen. Als wir dann aber dann auch mal wieder im Khanh’s Lilly waren fragte meine bessere Hälfte unverblümt nach dem Rezept für das leckere Dressing. Wir bekamen eine grobe Aufstellung der Zutaten und fingen zu Hause an zu experimentieren. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Ganz schön viel Knoblauch, Chili, Zwiebel und Ingwer werden erst kurz angebraten, dann mit Wasser abgelöscht und das Ganze einmal aufgekocht. Nachdem es eine  Stunde gezogen und abgekühlt ist wird es püriert und mit weiteren Zutaten verfeinert. Sieben Knoblauchzehen klingt jetzt erstmal viel. Dadurch das der Knoblauch gekocht wird, verliert er aber an Intensität und das Dressing ist später wunderbar ausgewogen. Vielleicht kommt unser Dressing nicht zu 100% an das Original ran, aber es ist schon verdammt gut.

glasnudelsalat

So gut, dass wir den Glasnudelsalat am letzten Wochenende unseren Supper Club Gästen, anstatt mit Garnelen mit Gyozas (=asiatische Maultaschen), die mit Schweinehackfleisch, Chinakohl, Karotte und Gewürzen gefüllt waren, serviert haben. Wer mehr zu dem Abend erfahren möchte kann sich oben in der Navigation über den Menüpunkt Supper Club näher informieren.

Rezept & Zutaten (für 4 große Portionen)

  • 50g Glasnudeln
  • 7 Knoblauchzehen
  • 1 daumenkuppengroßes Stück Ingwer
  • 1 rote Chili
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Fischsauce
  • 3 EL helle Soja Sauce
  • 1 EL Limettensaft
  • 1 EL Reisweinessig
  • 1 EL Sesamöl
  • 1/2 Gurke
  • 2 Karotten
  • 1 Paprika (Farbe beliebig)
  • 1-2 Hände voll Soja Sprossen
  • 1 kleine Hand voll Erdnüsse
  • Koriander so viel man mag
  • ein bisschen frische Minze

Für die Garnelen

  • 8 Garnelen
  • 1 Knoblauchzehe
  • Ingwer (optional)
  • etwas Butter
  • Helle oder dunkle Sojasauce

glasnudelsalat

Zubereitung

#1: Knoblauch, Ingwer, Chili und Schalotte im Ganzen oder grob zerkleinert in etwas Öl anschwitzen. Mit 200ml Wasser aufgießen, aufkochen lassen und 10 Minuten sanft köcheln lassen. Danach vom Herd nehmen, ca. 60 Minuten ziehen lassen und anschließend mit einem Stabmixer pürieren.

#2: Glasnudeln nach Packungsbeilage kochen. Danach abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Fischsauce, Soja Sauce, Reisweinessig, Limettensaft und Sesamöl unter das kalte Dressing rühren und alles über die noch warmen Nudeln kippen und ordentlich durchrühren, bis das Dressing komplett von den Nudeln aufgenommen wurde. Auskühlen lassen. Es ist auch möglich das Dressing an schon ausgekühlte Glasnudeln zu machen.

#3: Gurke, Paprika und Karotte in feine Streifen schneiden. Koriander, Minze und Erdnüsse grob hacken. Alles zusammen mit den Sprossen unter den Salat heben. Da jede Glasnudel anders ist jetzt nochmal mit ggf mit Soja Sauce, Sesamöl und/oder Reisweinessig abschmecken.

#4: Garnelen waschen und putzen. Danach abtupfen. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Garnelen von jeder Seite rund eine Minute anbraten. Die Knoblauchzehe im Ganzen oder gehackt dazugeben, genauso wie den Ingwer, kurz mitbraten und mit Sojasauce ablöschen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Garnelen nochmal kurz durch die Butter schwenken und noch 1-2 Minuten in der Pfanne fertig ziehen lassen.

#5: Salat mit Garnelen anrichten. Mit Limetten-Scheibe, etwas Koriander und Erdnüssen garnieren.

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Der Alpenburgerhttp://gekleckert.de/2015/02/der-alpenburger/ http://gekleckert.de/2015/02/der-alpenburger/#comments Wed, 18 Feb 2015 06:42:04 +0000 http://gekleckert.de/?p=2890

Der Wecker klingelt um 05:30 Uhr. Nach einem kleinen Frühstück packe ich meinen Rucksack, schnüre meine Wanderstiefel und mache mich auf den Weg. Die Wanderung beginnt im Tal des Hungers. Erstes Sonnenlicht dringt hinter den Bergspitzen des Mount Burgers, dem dritthöchsten Berg in den Schweizer Alpen, hervor. Mein heutiges Tagesziel ist eine kleine Hütte auf dem Gipfel des Berges, die ich noch vor Anbruch der Dunkelheit erreichen möchte.

Mein Weg führt mich vorbei an kleinen Käsereien und Kuh-Herden, an Bächen und Wiesen. Idylle pur. Gegen Mittag nehme ich etwas abseits vom Weg Platz auf einem 3x3m großen glatten Felsplatte, esse ein Stück von dem Käse, den ich unten in der Käserei mitnahm und trinke von dem frischen Quellwasser, welches ich mir zuvor am Bach in die Feldflasche abgefüllt hatte. Der Felsen hat sich in der Sonne aufgewärmt. Ich blicke ein letztes mal ins Tal bevor ich mit dem Rucksack unterm Kopf in der wohligen Wärme der Sonne für ca. eine halbe Stunde wegdöse.

Weiter geht’s. Keine Zeit verlieren. Nach einigen weiteren Stunden wird der Weg nun zunehmend steiler und das Gelände uneben. Zudem frischt es auf und ein kühler Wind macht das Weiterkommen sehr unangenehm. Zu allem Überfluss fängt es nun auch noch an zu regnen. Als ich den Rucksack absetze, um mir meine Regenjacke herauszuholen und mich noch ein letztes mal zu stärken, bemerkte ich, dass ich mein Brot, welches ich mir in der Früh als Proviant geschmiert hatte, unten an dem Felsen vergessen habe. Shit happens.

In der Ferne sehe ich nun schon die Hütte. Aus dem Regen ist mittlerweile ein fieser Schneeregen geworden, der mir angetrieben vom Wind ins Gesicht peitscht. Die Kapuze tief bis unter die Augen gezogen und mit knurrendem Magen mache ich mich auf, um die letzten 500 Höhenmeter hinter mich zu bringen. Ich denke kurz darüber nach aufzugeben, verwerfe den Gedanken aber schnell wieder. Aufgeben liegt mir nicht.

Meine Kleidung ist mittlerweile komplett durchgenässt. Ich war nicht auf dieses Wetter vorbereitet. Die Dämmerung setzt ein. In der Ferne sehe ich wie in der Hütte die Lichter angehen und motiviere mich für die letzten Meter. Durchgefroren und nass erreiche ich endlich die Hütte. Der alte Holzofen versprüht eine angenehme Wärme und meine Hände schmerzen wie von 100 Nadelstichen, als sie allmählich anfangen aufzutauen. Ein grauhaariger Mann mit Vollbart begrüßt mich murmelnd und bittet mich mit einer Handbewegung in die Stube einzutreten. Er ist schätzungsweise Ende 50, trägt Blue-Jeans, einen grauen Rollkragenpullover und Hosenträger. Er stellt sich mir als Urs vor und freut sich über meinen Besuch. Ich bin an dem Abend scheinbar der einzige Gast.

Ich nehme vor dem Kamin Platz. Urs war verschwunden, doch ich konnte seine Anwesenheit noch deutlich hören. Von irgendwo klapperte und polterte es auf einmal und nach weiteren 5 Minuten zischte und brutzelte es. Da ich die ganze Zeit mit auftauen und trocknen beschäftigt war, merkte ich nicht, wie hungrig ich eigentlich war.  Als dann aber dieser wohlige Geruch durch die Hütte strömte, wollte ich nur noch eins: Essen!

Urs musste das gemerkt haben. Nach wenigen Minuten kam er mit einem Wahnsinn von einem Burger in den Gastraum. Obwohl ich ihn nicht darum gebeten hatte, stand nun ein Burger mit Beef-Patty, Sauerkraut, Bacon, Appenzeller und Spiegelei auf einem frischen Laugenbrötchen vor mir. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich nichts anderes haben. Kein Kaiserschmarrn, keine große Brotzeit, keine Gulaschsuppe, sondern einfach nur diesen Burger.

Noch etwa zwei bis drei Stunden saß ich mit Urs noch in der Stube. Er erzählte mir, dass er alle Zutaten von den Höfen im Tal habe. Wir unterhielten uns über Nachhaltigkeit und gute Burger. Ich hätte noch viele weitere Stunden mit ihm reden können, doch irgendwann musste ich einfach ins Bett. Am nächsten morgen verabschiedete ich mich von Urs und versprach bald wieder zu kommen.

Der Alpenburger

Rezept & Zutaten (für 4 Burger)

Für das Sauerkraut

  • 1/4 Weißkohl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 100 ml Weißweinessig

Für den Burger

  • 4 Laugenbrötchen
  • 500g Rinderhackfleisch
  • Senf eurer Wahl
  • fertiges Sauerkraut
  • 8 Scheiben Bacon
  • Appenzeller Käse
  • 4 Eier

AlpenburgerAlpenburger

Zubereitung

#1: Für das Sauerkraut den Weißkohl und die Zwiebel sehr fein schneiden. Erst die Zwiebel in etwas Öl im Topf anschwitzen, dann den Kohl dazu geben und ebenfalls leicht anbraten. Salzen. Mit dem Essig ablöschen und das Kraut ca. 45 Minuten bei geschlossenem Deckel weich kochen. Gelegentlich umrühren. Ggf. mit Essig oder Wasser auffüllen, falls zuviel Flüssigkeit verdampft. Am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken.

#2: Währenddessen das Rinderhackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und zu Patties á 125g formen. Den Appenzeller in Streifen schneiden.

#3: Patties in einer heißen Pfanne von beiden Seiten ca. 1-2 Minuten (je nach Dicke) anbraten. Danach den Appenzeller auf die Patties legen, den Deckel auf die Pfanne setzen und vom Herd nehmen. Die Resthitze sollte jetzt den Burger durchgaren und den Käse schmelzen.

#4: Bacon in einer separaten Pfanne mehrfach wenden und bei mittlerer Hitze knusprig braten. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen. In der gleichen Pfanne nun vier Spiegeleier braten. Die Eier mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

#5: Laugenbrötchen aufschneiden. Auf der Unterseite Senf verteilen. Darauf ordentlich Sauerkraut verteilen, 2 Scheiben Bacon, das Patty und das Spiegelei. Deckel drauf und ab dafür!

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Laugen Burger Bunshttp://gekleckert.de/2015/02/laugen-burger-buns/ http://gekleckert.de/2015/02/laugen-burger-buns/#comments Sun, 15 Feb 2015 06:43:04 +0000 http://gekleckert.de/?p=2882

Die Burgerlust klingt einfach nicht ab bei mir. Auf der Suche nach Alternativen zum stets beliebten Brioche Buns oder den kürzlich gebloggten Süßkartoffel Buns, sind mir Laugen Brötchen in den Sinn gekommen. Laugengebäck, und dazu zähle ich natürlich auch Bretzeln, esse ich sehr gern. Als Snack auf Reisen kriegt man sie ja mittlerweile an jedem Bahnhof. Die sind auch immer OK, aber sein wir mal ehrlich: so richtig lecker sind die nicht. Auch die großen Bäcker-Ketten machen in meinen Augen keine richtig guten Bretzeln oder Laugenbrötchen.

Zeit also die Laugengebäck Produktion in die eigenen Hände zu nehmen. Prinzipiell ist das alles auch total einfach und nimmt nicht sehr viel Zeit in Anspruch. Es handelt sich um einen relativ stinknormalen Hefeteig – in meinem Fall mit schön viel Butter – der nach dem Ruhen ein Bad in heißem Natron-Wasser nehmen darf. Danach werden Sie eingeritzt, mit Salz bestreut und im Ofen wunderbar dunkelbraun gebacken. Ein paar der Brötchen habe ich mit Bärlauch Pyramiden Salz bestreut. Das war wirklich lecker und einfach etwas feiner als die Salzklumpen, die da normalerweise immer draufgestreut werden. Sehr zu empfehlen. Ich habe noch ein Chili und ein Waldpilz Pyramidensalz im Schrank. Die teste ich beim nächsten mal. Vor Allem das Chili Salz kann ich mir noch sehr gut auf den Brötchen vorstellen.

Weils thematisch so schön passt mache ich direkt mal bei Zorras Bread Baking Day #71 Event mit, bei dem dieses mal die besten Laugengebäck-Varianten vom Blog Brotzeitliebe gesammelt werden. Meine Burgerkreation mit diesem Brötchen stelle ich euch dann in ein paar Tagen vor.

Laugen Burger Buns

Rezept & Zutaten

  • 1 EL Zucker
  • 1 3/4 TL Trockenhefe
  • 350ml lauwarmes Wasser
  • 560g Mehl
  • 2 TL Salz
  • 100g flüssige Butter (kurz im Topf erwärmen)
  • 50g Natron
  • 1 Ei

Zubereitung

#1: Hefe, Zucker und lauwarmes Wasser vermischen und 10 Minuten anspringen lassen.

#2: Mehl, Salz und die flüssige Butter dazu geben und alles in der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. 60 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

#3: Den Teig in ca. 10-12 Portionen teilen. Je nach dem wie groß eure Buns später werden sollen. Aus jedem Stück erst eine Kugel formen. Bedenkt, dass der Teig später nochmal ordentlich aufgeht. Dann die Seiten immer wieder nach unten falten sodass eine schöne glatte Oberfläche entsteht. Mit Schluss (gefaltete Seite) nach unten auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und abgedeckt nochmals für 30 Minuten gehen lassen.

#4: 2 Liter Wasser aufkochen. Nach und nach das Natron hinzugeben (Achtung, das sprudelt ziemlich) und den Herd runterschalten. Das Wasser sollte nicht mehr kochen und keine Blasen werfen. Ofen auf 230° vorheizen.

#5: Die Teiglinge portionsweise mit einem Schaumlöffel ins Wasser heben. Nach 30 Sekunden wenden. Jede Seite sollte für rund eine halbe Minute im Wasser liegen. Danach entnehmen und auf ein Backblech legen. Mit den restlichen Teiglingen fortfahren. Je nach Topfgröße könnt ihr immer 2-4 Teiglinge gleichzeitig zu Wasser lassen.

#6: Das Ei mit 1 EL Wasser vermengen. Teiglinge mit dem Ei bepinseln, dann kreuzförmig leicht einritzen und mit Salz bestreuen. Für ca. 15 Minuten im Ofen backen bis sie schön dunkelbraun sind.

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Avocado Brot auf Sauerteig Basishttp://gekleckert.de/2015/02/avocado-brot-auf-sauerteig-basis/ http://gekleckert.de/2015/02/avocado-brot-auf-sauerteig-basis/#comments Sat, 07 Feb 2015 13:47:02 +0000 http://gekleckert.de/?p=2872

Traurig war er, mein Sauerteig. Ich habe ihn zu lang allein gelassen. Mit viel Liebe habe ich ihn großgezogen, stets gefüttert und ihm die nötigen Streicheleinheiten gegeben, die er anfänglich tagtäglich von mir verlangte. Als er groß war und in die erste eigene Wohnung (Kühlschrank) umziehen durfte, haben wir uns dennoch immer wieder gesehen. Oft haben wir zusammen Brot gebacken, doch seit nunmehr vier Wochen herrschte Funkstille. Ich bin einfach nicht dazu gekommen mich mit ihm zu treffen, was mich – und ihn vermutlich auch – ziemlich traurig stimmte. Wie ich den kleinen Racker damals großgezogen habe, könnt ihr übrigens in meinem Bauernbrot Beitrag nachlesen. War auch wirklich nicht schwer. Wirklich!

Letzte Woche war es dann aber endlich soweit. Es war wieder an der Zeit ein wunderbares Sauerteigbrot zu backen. Anlaufstelle war wie fast immer der Brotback-Blog schlechthin, wo ich ein wunderbares Avocado Brot gefunden habe. Die Avocado verleiht dem Teig eine ganz leicht grünliche Farbe und eine wahnsinnig tolle Konsistenz. Übermäßig viel schmecken tut man davon allerdings nicht, was aber auch nicht weiter schlimm ist, denn durch Zugabe diverser Kräuter bekommt das Brot ein super leckeres Aroma.

Avocado Brot auf Sauerteig Basis

Besonderheiten die ihr beachten müsst

Je nach dem wie reif die Avocado ist, enthält das Avocado Püree einen entsprechenden Wasseranteil. Daher auch die eher ungenaue Mengenangabe im Rezept unten. Es empfiehlt sich mit wenig Wasser anzufangen und dann nach und nach weitere Flüssigkeit hinzuzufügen, falls nötig.

Ein Brot braucht Zeit. Nehmt sie euch! Es lohnt sich. Der reine Arbeitsaufwand hält sich sehr in Grenzen und als Resultat erhaltet ihr ein unglaublich tolles, leckeres Brot, dass genau wie oder sogar besser als frisch vom Bäcker schmeckt.

Avocado Brot auf Sauerteig Basis

Rezept & Zutaten

Roggensauerteig

  • 95g Roggenmehl 1150
  • 10g Sauerteig-Anstellgut
  • 75g Wasser

Avocadomark

  • 1 reife Avocado
  • 1 Esslöffel Zitronensaft

Hauptteig

  • Sauerteig
  • 300g Weizenmehl 550
  • 55g Roggenmehl 1150
  • 150g Avocadomark
  • 10g Frischhefe
  • 8g Salz
  • 0,5g Thymian
  • 0,5g Majoran (gehackt)
  • 3g Petersilie
  • 3g Dill (gehackt)
  • 140-160g Wasser (Anmerkung siehe oben)

Avocado Brot auf Sauerteig Basis

Zubereitung

#1: Die Sauerteigzutaten mischen und 16-20 Stunden bei Raumtemperatur abgedeckt gehen lassen.

#2: Avocado halbieren und mit einem Löffel das Fruchtfleisch ausschaben. Zitronensaft hinzugeben und mit einer Gabel zu Püree zerdrücken. 150g des Pürees beiseite stellen.

#3: Alle Zutaten 5 Minuten auf niedrigster und 8-10 Minuten auf zweiter Stufe zu einem weichen, sich jedoch von der Schüssel lösenden, straffen Teig verarbeiten.

#4: Für 60 Minuten an einem sehr warmen Ort gehen lassen.

#5: Den Teig zu einem länglichen Laib wirken (immer wieder ziehen und nach unten falten) und mit Schluss nach oben in einem bemehlten länglichen Gärkorbchen an einem warmen Ort für 45 Minuten gehen lassen.

#6: Den Laib wenn man will mehrfach flach einschneiden. Mit Schluss nach unten bei 240°C fallend auf 200°C 45 Minuten mit Dampf backen. Wer wie ich keinen Dampfbackofen hat stellt eine feuerfeste Schüssel heisses Wasser auf den Herdboden oder sprüht mit einer Sprühflasche etwas Wasser an die Ofenwände.

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Der ultimative Cheeseburgerhttp://gekleckert.de/2015/01/der-ultimative-cheeseburger/ http://gekleckert.de/2015/01/der-ultimative-cheeseburger/#comments Sat, 31 Jan 2015 09:36:20 +0000 http://gekleckert.de/?p=2854

Ich scheine ein guter Junge gewesen zu sein im Vergangenheit. Das Weihnachtsmann ist schwer bepackt durch den Kamin geklettert und hat mir einen Fleischwolfaufsatz für unseren eisblauen Küchenflitzer unter den Baum gelegt. Der sollte in der vergangenen Woche dann auch endlich ausprobiert werden. Und was eignet sich da besser als Burger? Weitere Projekte sind schon in Planung und folgen in den nächsten Wochen.

Ich habe also ein schönes Stück Schweineschulter gekauft und es durch den Fleischwolf gejagt. Beim Wolfen empfehle ich euch das Fleisch erst in grobe Würfel zu zerteilen, größere Sehnen herauszuschneiden und die Würfel dann kurz anzufrieren. Dann läuft das später wie geschmiert durch den Fleischwolf. Die Schulter habe ich bewusst ohne Fettdeckel bestellt, da ich noch ordentlich Käse mit zum Fleisch gegeben habe und es sonst ein wenig zu fettig geworden wäre. So hatte ich die für mich optimale Mischung. Ihr könnt den Burger aber genau so gut mit fertigem Hackfleisch vom Metzger machen. Auch könnt ihr Halb/Halb (50% Rind und 50% Schwein) bestellen. Reines Rinder Hackfleisch geht natürlich auch, allerdings finde ich harmoniert das Schweinefleisch sehr gut mit der Mayo und dem Gruyère. Die Inspiration für den Burger habe ich mir übrigens hier geholt.

Der Burger wird mit Zwiebeln, grobem Senf und einer wahnsinnig leckeren Green Chili Mayo verfeinert und auf den Süßkartoffel Buns serviert, die ich euch letzte Woche vorgestellt habe. Übrigens auch der optimale Snack für die anstehende Super Bowl Party. Und jetzt ab in die Küche. Es darf geBurger’t werden!

cheeseburger

Rezept & Zutaten (für 4 Burger)

  • 4 Süßkartoffel Buns
  • 400g Schweineschulter, gewolft oder 400g Hackfleisch
  • 100g Gruyère, gewürfelt
  • 100g Gauda, gewürfelt
  • Sriracha oder Tabasco Sauce
  • grober Senf
  • 1 Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten

Für die Green Chili Mayo:

  • 3-4 grüne Spitzpaprika
  • 1-2 Jalapenos, je nach gewünschter Schärfe
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL gehackter Schnittlauch
  • 6 EL Mayonnaise
  • 1 TL Limettensaft
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 Pfeffer

cheeseburger_pattycheeseburger2

Zubereitung

#1: Für die Patties das Hackfleisch mit Sriracha oder Tabasco Sauce, sowie Salz und Pfeffer würzen. Die Käsewürfel unterkneten und 4 gleichgroße Patties formen. Die Patties sollten etwas breiter sein als die Burger Brötchen, da sich das Patty beim Braten noch zusammenzieht.

#2: Für die Mayonnaise die Paprika und Jalapeno(s) längs halbieren und entkernen. In einer heissen Pfanne mit wenig Öl anbraten bis die Haut dunkel, aber nicht schwarz wird. Herausnehmen und in nicht zu kleine Stücke schneiden. Nun in einem Zerkleinerer alle anderen Zutaten miteinander vermengen und in eine Schüssel abfüllen. Die Paprika und Jalapeno Stücke unterheben.

#3: Die Patties in einer Pfanne bei hoher Hitze braten. Dabei durchgehend einen Deckel verwenden, damit sich die Hitze staut und auch das innere des Burgers durchgart. Nach ca. 3 Minuten das Fleisch wenden. Nach weiteren 3 Minuten die Pfanne vom Herd ziehen und mit geschlossenem Deckel nochmal 1-2 Minuten ziehen lassen. Hier kommt es ein bisschen darauf an wie dick euer Patty ist.

#4: Währenddessen die Unterseite des Brötchens mit grobem Senf bestreichen. Das fertige Patty darauf legen. Einige Zwiebelscheiben verteilen und 2-3 gute Esslöffel der Chili Mayonnaise darüber geben. Deckel drauf und ab dafür!

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Süßkartoffel Burger Bunshttp://gekleckert.de/2015/01/suesskartoffel-burger-buns/ http://gekleckert.de/2015/01/suesskartoffel-burger-buns/#comments Sun, 25 Jan 2015 09:48:04 +0000 http://gekleckert.de/?p=2838

Als ich damals unser erstes Pulled Pork zubereitet hatte, gab es auch eine weitere Premiere in meiner Küche. Statt auf die fertigen Burger Buns aus dem Supermarktregal zurückzugreifen, habe ich eigene Brötchen gebacken. Damals habe ich mich an das Rezept von Uwe, bzw Alex gehalten und wahnsinnig leckere Brioche Burger Buns gebacken und zum Pulled Pork gereicht. Diese Brötchen gehören für mich eindeutig in die Champions League, was zeitgleich bedeutet, dass die trockenen und stets auseinanderbröselnden Dinger aus dem Supermarkt in die Verbandsliga degradiert wurden.

An dieser Stelle eine kleine Warnung: selber backen setzt die Messlatte und den eigenen Anspruch an Burger Brötchen immens hoch. Nachdem ihr die einmal gemacht habt, gibt es kein zurück mehr. Gekaufte Brötchen sind dann einfach nicht mehr drin. Die wollt ihr nicht mehr haben. Auch der Burger im Mittelklasse-Diner, der zwar passables Fleisch und gute Beilagen, jedoch ein gekauftes Brötchen aufweist, ist ab diesem Zeitpunkt nur noch OK und nicht mehr gut.

Wir haben die Brioche Buns jetzt schon einige Male gemacht und auch auf der Gartenparty meines Vaters rund 25 Gäste damit verköstigt, die allesamt ziemlich begeistert davon waren. Dennoch war es allerdings jetzt mal an der Zeit auch mal wieder die Augen und Geschmacksknospen für Anderes zu öffnen. Und nun kommt eben die Süßkartoffel Buns ins Spiel. Meine Freundin meinte zu meiner Überraschung “Die Brötchen schmecken aber besser als sonst”, was ich so nicht unterstreichen möchte. Für mich sind sie im Vergleich mit den Brioche Buns bestenfalls gleich gut. Wenn überhaupt … An Uwe und Alex, da kommste normalerweise nicht ran. Die beiden sind für mich eine Liga für sich.

Dennoch auf jeden Fall mal ausprobieren! Die Süßkartoffel Buns sind wirklich sau lecker! In den nächsten Tagen zeige ich euch dann auch, welcher Burger dazu passt ;)

Süßkartoffel Burger Buns

Rezept & Zutaten

  • 115g Butter
  • 1 kleine Süßkartoffel
  • 355ml Vollmilch
  • 2 1/4 TL Trockenhefe
  • 585g Mehl
  • 4 EL Zucker
  • 1,5 TL Salz
  • 1 Ei
  • Sesam

Süßkartoffel Burger BunsSüßkartoffel Burger Buns

Zubereitung

#1: Süßkartoffel schälen und weich kochen. Dann mit einer Gabel zu Püree verarbeiten und 100g abnehmen.

#2: Butter in einem Topf bei mittelhoher Hitze schmelzen und solange erhitzen bis braune Butter entsteht. Sobald die ersten braunen Partikel in der Butter zu sehen sind, den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

#3: Die noch warme (nicht mehr heisse) Butter nun in die kalte Milch ordentlich einrühren. Die Trockenhefe dazu geben und unterrühren. 10 Minuten stehen lassen.

#4: In einer Küchenmaschine Süßkartoffel, Mehl, Zucker und Salz vermischen. Braune Butter-Milch-Hefe Gemisch hinzufügen und 6-7 Minuten auf mittlerer Stufe kneten. Der Teig sollte leicht feucht sein, aber nicht zu sehr kleben. Falls er zu trocken scheint noch einen Schuss Milch hinzufügen und 2 Minuten weiter kneten.

#5: Den Teig mit Klarsichtfolie oder einen Küchentuch abdecken und ca. 2 Stunden gehen lassen. In der Zeit sollte sich sein Volumen verdoppeln.

#6: Nach der Ruhezeit den Teig entnehmen und mit den Händen durcharbeiten. Mehrmals über sich selbst falten, sodass die Luft etwas heraus gearbeitet wird. Nun die Brötchen formen. Hierzu ein Stück des Teiges abnehmen und immer wieder nach unten falten, sodass die Oberfläche schön rund und glatt wird. Wir haben aus der Menge ca. 10 mittelgroße Brötchen geformt. Aber die Größe sei komplett euch überlassen. Kleine Sliders gehen genau so gut wie sehr große Buns.

#7: Teiglinge wieder abdecken und bei Raumtemperatur nochmals gehen lassen bis sie ihr Volumen fast verdoppelt haben (ca. 40 Minuten). In der Zwischenzeit den Ofen auf 200° vorheizen.

#8: Das Ei und ein EL Wasser verquirlen und die Brötchen damit leicht bepinseln. Etwas Sesam auf jedes Brötchen streuen. Ca. 20 Minuten im Ofen backen bis die Brötchen goldbraun sind.

Tipp: Die überbleibenden Brötchen einfrieren sobald sie komplett abgekühlt sind. Die kann man dann später super gut bei Raumtemperatur auftauen lassen und nochmal kurz im Backofen erwärmen. Schmecken fast so gut wie ganz frisch aus dem Ofen. Ggf also direkt die doppelte Menge backen ;)

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Selbsteingelegtes koreanisches Kimchi – Step by Stephttp://gekleckert.de/2015/01/selbsteingelegtes-koreanisches-kimchi-step-by-step/ http://gekleckert.de/2015/01/selbsteingelegtes-koreanisches-kimchi-step-by-step/#comments Mon, 19 Jan 2015 17:49:19 +0000 http://gekleckert.de/?p=2811

Als große Freunde des Kimchis haben wir schon vor einiger Zeit die Quick and Dirty Variante ausprobiert. Leider ist diese Variante lediglich eingelegter Kohl und kein richtiges Kimchi. Diesmal wollten wir es richtig original koreanisch machen und haben uns nach einem passenden Rezept umgesehen. Als wir dieses dann gefunden hatten, passten wir es ein wenig in den Mengen und Zutaten an und machten uns auf den Weg zum Asia-Laden, um alles zu besorgen. Das war vor ca. einem Monat.

Selbsteingelegtes Kimchi - Step by Step

Der erste Versuch war ein Reinfall

Im Asia-Laden angekommen, packten wir munter Artikel in unser Einkaufskörbchen. Als wir dann etwas rätselnd vor den verschiedenen Chili Pulvern standen, entschieden wir uns für einen Beutel mit asiatischer Aufschrift. Diesen hielt ich gerade noch in der Hand, als uns eine kleine Asiatin, die zu dem Zeitpunkt auch Kunde in diesem Laden war und die Szenerie wohl beobachtet hatte, ansprach und uns empfahl vielleicht doch lieber auf ein anderes Chili Pulver zurückzugreifen. “Das nix kaufen. Viel schaaaaaaaf. Seeehr schaaaaaaaf” – dazu eine wedelnde Handbewegung als hätte sie gerade Feuer gespien und müsse sich den Rauch vor dem Mund wegwedeln.

Naiv wie wir sind, haben wir der Dame natürlich nicht geglaubt bzw das Ganze mit einem freundlichen “schon OK, wir essen gerne scharf” abgetan. Stimmt ja auch. Spätestens seit dem Thailand Urlaub vor drei Jahren lieben wir scharfes Essen. Zu Hause angekommen also alles zubereitet, abgefüllt und sehr glücklich über unser erstes “richtiges” Kimchi gewesen. Ein oder zwei Tage später trieb uns die Neugier dazu etwas von diesem Kimchi in unser Freestyle-Reste-Curry zu geben. Was soll ich sagen!? Das Zeug war dermaßen scharf, dass mir Zunge und Gaumen richtig weh getan haben beim essen. Jeder Bissen glich 1000 Nadelstichen. Und das Alles obwohl wir nur ein bisschen Kimchi verwendet und ordentlich Kokosmilch im Curry hatten.

Fazit: Wenn euch eine Asiatische Kundin im Asia-Store sagt, ihr sollt dieses Chili-Pulver nicht kaufen, dann lasst es gefälligst! Dieses Pulver war übrigens noch mit ganzen Kernen. Für den zweiten Versuch, der wesentlich besser geklappt hat, haben wir uns dann die Tage ein Chilipulver ohne Kerne besorgt. Das Kimchi ist nun immer noch scharf, aber das muss es meiner Meinung nach auch. Allerdings handelt es sich um eine angenehme Schärfe. Wer es trotzdem eher mild mag, kann einen Teil des Chili Pulvers auch durch Paprika Pulver ersetzen oder besorgt direkt ein mildes Chili Pulver.

Was ist denn überhaupt Kimchi und wozu isst man es?

Kimchi ist die asiatische Variante vom hier zu lande besser bekannten Sauerkraut. Je nach Region (Asien) werden hier verschiedene Kohlsorten mit teilweise verschiedenem Gemüse und ordentlich Chili eingemacht. Durch Fermentation wird das Ganze haltbar und dient ganzjährig als wichtige Vitamin C Quelle. In Korea essen viele Menschen täglich Kimchi und klagen dabei nur selten über kleine oder größere Krankheiten. Angeblich ist die Krebsrate der Täglich-Kimchi-Esser auch vergleichsweise niedrig, aber dabei handelt es sich wahrscheinlich auch eher um eine subjektive Beobachtung, als um eine wissenschaftliche Langzeitstudie. ;)

Man kann den Kohl eigentlich zu fast allem essen. Als Snack zwischendurch genau so lecker wie auf einem Sandwich, auf dem Burger oder in asiatischem Pfannen/Wok Gemüse. Die Koreaner essen den Kimchi am liebsten einfach zu Reis. Bei uns landet er mit Vorliebe in asiatischen Suppen.

Rezept & Zutaten

Selbsteingelegtes Kimchi - Step by Step

  • 1 großer Chinakohl (ca. 1,2kg)
  • 20g Salz
  • 160ml Wasser
  • 2/3 EL Mehl
  • 2/3 EL brauner Zucker
  • 1 großes Stück weißer Rettich – ca. 150g – In feine Stifte geschnitten
  • 1 Karotte – ca. 75g – In feine Stifte geschnitten
  • 2-3 Frühlingszwiebeln – In feine Ringe geschnitten
  • 3-4 Stängel asiatischer Schnittlauch (Buchu)
  • 8 Knoblauchzehen
  • 2/3 EL fein gehackter frischer Ingwer
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 30ml Fischsauce
  • 40g Chilipulver
  • 40g Paprikapulver

Anmerkung aus den Kommentaren (s.u.): Statt Chili bzw Paprikapulver kann auch Gochugaru verwendet werden

Zubereitung

#1: Den Kohl erst halbieren, dann vierteln. Den Strunk dabei nicht rausschneiden, sodass die einzelnen Blätter noch zusammen halten.

#2: Die Viertel nun salzen. Erst einen Teil grob über den Kohl streuen. Dann in die Zwischenräume gehen und jedes einzelne Blatt mit Salz einreiben.

Selbsteingelegtes Kimchi - Step by StepSelbsteingelegtes Kimchi - Step by Step

#3: Den Kohl nun für zwei Stunden in eine Schüssel legen und alle 30 Minuten drehen, sodass das ganze austretende Wasser herauslaufen kann und sich das Salz noch besser verteilt.

#4: In der Zwischenzeit Mehl und Wasser in einem Topf aufkochen und rühren, bis sich das Mehl aufgelöst hat. Dann den Zucker dazu geben und einrühren. Topf vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Die Konsistenz sollte nun ganz leicht dickflüssig sein.

#5: Frühlingszwiebel und Asia-Schnittlauch (Buchu) in Ringe sowie Karotte und Rettich in dünne Stifte schneiden

#6: Knoblauch, Ingwer und Zwiebel in einen Zerkleinerer geben und zu einer Art Paste mixen. Nun die Marinade herstellen. Hierzu die Paste aus dem Zerkleinerer mit Chili Pulver, Paprika Pulver und Fish Sauce zum Mehl-Zucker-Wasser-Gemisch fügen und gut durchrühren.

#7: Die zu Stiften geschnittenen Möhren und Rettich sowie die Ringe von Frühlingszwiebel und Asia-Schnittlauch zu der Marinade geben und alles mit einem Löffel vermengen. Erst scheint die Marinade zu wenig, um alles Gemüse und den Kohl bedecken zu können, aber Rettich enthält viel Wasser, welches nach kurzer Zeit austritt und somit die optimale Menge ergibt um den Chinakohl einzureiben.

#8: Den Kohl nun unter fließendem Wasser abwaschen, um das Salz loszuwerden und ordentlich abtropfen lassen. An dieser Stelle ist der Kohl schon sehr weich und nachgiebig. Wer mag, kann die Viertel halbieren. Achtel sind später besser im Glas zu platzieren und auch eine angenehmere Verbrauchsmenge wenn man den Kimchi in Gerichten verarbeiten möchte.

#8: Die Kohl-Achtel nun großzügig mit der Paste einreiben. Sowohl außen als auch Innen. Jedes Blatt sollte etwas von der Marinade abbekommen. Für diesen Schritt rate ich euch die Verwendung von Einweg-Handschuhen. Je nach dem wie scharf das Chillipulver ist, kann es zu brennenden Händen kommen. Man bedenke, Chilli ist fettlöslich und nicht durch häufiges waschen mit Wasser zu entfernen. Eher durch eincremen der Hände und abwischen der Creme. Das nur als kleiner Tipp am Rande. Danach die Achtel leicht einrollen und in ein sauberes, kochend-heiß ausgespültes Glas legen. Schritt wiederholen und Glas luftdicht verschließen. Achtung: Das Glas nicht bis ganz oben füllen, im Gährungsprozess verliert der Kohl noch mal viel Flüssigkeit die auch ihren Platz im Glas finden muss. Wenn das Glas also nicht irgendwann überlaufen soll, lasst 3-5cm nach oben Luft.

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Fundgrube #3 – wie sich Allen durch das Kochbuch Alinea kochtehttp://gekleckert.de/2015/01/fundgrube-3-wie-sich-allen-durch-das-kochbuch-alinea-kochte/ http://gekleckert.de/2015/01/fundgrube-3-wie-sich-allen-durch-das-kochbuch-alinea-kochte/#comments Wed, 14 Jan 2015 12:31:23 +0000 http://gekleckert.de/?p=2796

Auf meinem Streifzug durch das Internet bin ich bereits vor einiger Zeit auf das Video “Allen & Alinea” gestoßen. In der 12minütigen Dokumentation geht es, um einen kochbegeisterten Mann namens Allen, der einst im 3 Sternerestaurant Alinea essen ging. Er war so begeistert mit dem was er da vorgesetzt bekommen hat, dass er sich kurz darauf das Kochbuch des Restaurants besorgte, die über 400 Seiten studierte und jedes der 107 Rezepte nachkochte, bei dem eins aufwändiger als das andere ist. Wer es Allen gleich tun will, kann sich hier zumindest schonmal das Buch bestellen. ;)

Der Rest der Geschichte könnte auch aus der Feder eines Hollywood-Autors stammen, aber seht am besten selbst. Mich hat das Filmchen irgendwie berührt.

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Duroc Schweinerücken Sous-Vide auf winterlich-asiatischem Linsensalathttp://gekleckert.de/2015/01/duroc-schweineruecken-sous-vide-auf-winterlich-asiatischem-linsensalat/ http://gekleckert.de/2015/01/duroc-schweineruecken-sous-vide-auf-winterlich-asiatischem-linsensalat/#comments Sun, 04 Jan 2015 10:51:11 +0000 http://gekleckert.de/?p=2767

Tja, da lag es noch. Einsam und fast verkümmert. Das Rückenstück vom Duroc Schwein. Ein paar Tage länger als geplant musste es in meinem Eisfach ausharren, doch nun bin ich endlich dazu gekommen das Stückchen zuzubereiten. Natürlich kam hier auch wieder das neue Sous-Vide Gerät zum Einsatz, denn so einem schönen Stück Fleisch gebührt auch eine angemessene Art der Zubereitung. Wer keine Möglichkeit hat, das Fleisch Sous-Vide zu garen, kann es alternativ auch super gut bei 80° im Ofen bis zu einer Kerntemperatur von 57° garen. Hierzu sollte man dann allerdings ein Fleischthermometer nutzen um den Garpunkt auch zu treffen. Es wäre schließlich schade, dieses schöne Stück zu übergaren.

Duroc Schweinerücken Sous-Vide auf winterlich-asiatischem Linsensalat

Was mir allerdings noch fehlte war eine passende Beilage. Gut, dass mir dann dieser Linsensalat über den Weg lief. Er kombiniert mit den Linsen und dem Sellere Zutaten aus der klassischen französischen Küche mit einem leicht scharfen asiatischen Dressing, was mich direkt angesprochen hat. Generell bin ich ja eh ein riesengroßer Fan des Knollenselleries. Am liebsten als Püree oder gebacken im Ofen mit viel Thymian. Aber wir schweifen ab. Zurück zum Salat. Kombiniert mit dem Feldsalat und der leichten Schärfe des Dressings passt er einfach wunderbar in die winterliche Jahreszeit und mit einem schönen Glas Wein dazu wärmt das Ganze besser als jeder Kamin. ;)

Duroc Schwein

Das Duroc Schwein wurde zuerst in den USA gezüchtet und ist mittlerweile v.a. in Iberien (Spanien) zu Hause, wird aber teilweise auch in Deutschland gehalten. Das besondere an dem Fleisch dieses Schweines ist der Anteil des intramuskulärem Fettes, welcher selbst bei den eher mageren Teilen des Tieres (zB Rücken oder Filet) für eine ganz feine Fett-Marmorierung verantwortlich ist. Dies sorgt zum einen für einen wunderbar leckeren und runden Geschmack und zum anderen dafür, dass das Fleisch schön zart uns saftig wird. Im Gegensatz zum “normalen” deutschen Zuchtschwein hat das Fleisch vom Duroc Schwein somit eine höhere Qualität, die man natürlich auch bezahlen muss. Hier legt man gut und gerne mal das zwei- bis dreifache hin, aber das ist es auf jeden Fall wert. Wer mehr über Zucht und Haltung erfahren möchte kann z.B. hier mal vorbeischauen.

Duroc Schweinerücken Sous-Vide auf winterlich-asiatischem Linsensalat

Rezept & Zutaten (für 4 Personen)

  •  ca. 600g Duroc Schweinerücken am Stück
  • 200g Linsen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 Zweige Thymian
  • 1/2 mittelgroße Sellerieknolle
  • 3 große Hände voll Feldsalat

Für das Dressing:

  • Die Nadeln von 3 Zweigen Rosmarin
  • 2-3 milde rote Chili Schoten
  • ca. 2cm Ingwer
  • 1 TL Honig
  • 2 EL helle Soja Sauce
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 TL Sherry Essig

Zubereitung

#1: Den Schweinerücken nach eigenem Geschmack würzen (bei mir nur Salz, Pfeffer und etwas geräuchertes Paprikapulver) und einvakuumieren. Sous-Vide Bad auf 57° vorheizen und den Rücken für 90 Minuten hineinlegen.

#2: Alle Zutaten für das Dressing in einem Zerkleinerer mixen. Linsen nach Packungsanleitung garen (ca. 20Min bei kleiner Hitze). Dabei die Lorbeerblätter und die Thymianzweige hinzugeben. Sellerie in grobe Würfel schneiden und für 5 Minuten in kochendem Salzwasser geben. Linsen und Sellerie in ein Sieb abgießen. Thymian und Lorbeerblätter entfernen und in eine Schüssel umfüllen. Noch heiß mit dem Dressing übergießen, und grob umrühren. Ca. 30 Minuten abkühlen lassen. Das Dressing wird in dieser Zeit komplett von den Linsen aufgesogen.

#3: Nach 90 Minuten das Fleisch aus dem Sous-Vide Bad nehmen und von allen Seiten in einer sehr heissen Pfanne ganz kurz anbraten.

#4: Feldsalat unter den Linsensalat heben und auf einer Platte oder einem großen Teller anrichten. Fleisch aufschneiden und sofort auf den Salat legen, sodass der wenige Fleischsaft der noch austritt in den Salat laufen kann.

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