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Sweet Chili Keule mit Kartoffeln und Zwiebel

Jens | 15. Januar 2012

Als ich am Samstag morgen vor die Tür gegangen bin, erwartete mich auf meinem Auto eine gefühlte 10cm dicke Eisschicht. Das erste Mal in diesem Winter, dass ich so richtig in Schwerstarbeit kratzen musste und ich wusste nicht ob ich innerlich weinen oder kotzen sollte. Nichts ist schlimmer als sich am Wochenende aus dem warmen Bett zu pellen, um dann erstmal mit durchgefrorenen Händen das Auto frei zu kratzen.

Naja, einkaufen musste ich ja schließlich. Der Kühlschrank war komplett leer. Es half also nichts. Meine Laune war also erstmal dahin und ich wusste, dass nur Soulfood noch den Tag retten konnte. Die Grillsaison muss ja leider grad pausieren, dennoch kann ich auch im (herannahenden) Winter nicht auf meine geliebten Chicken Wings, Drum Sticks und Hähnchenkeulen mit verschiedenen Marinaden und Glasuren nicht verzichten.

Um es einfach zu gestalten: einfach nur ein bisschen Gemüse dazu werfen und alles seelenruhig im Backofen garen ohne großen Aufwand. Sowas mag ich ja wiederum. Kleiner Aufwand (Vorbereitung ca. 15 Minuten und dann zwischendurch hier und da mal kontrollieren) und großer Geschmack. Meine Laune war dann auch gegen Mittag und nach dem Verzehr von zwei Keulen wieder relativ gut und die Frustration des morgens schon fast wieder vergessen ;)

Zutaten (für 2 Personen):
Für die Marinade

  • 2 EL neutrales Öl
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Ketchup
  • 2 EL Soya Sauce
  • 3 EL Sweet Chili Sauce
  • 1cm Ingwer, fein gehackt.
  • 1 Schuss Apfelsaft
  • 2-3 Hähnchenkeulen
  • 4 große Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 TL Rosmarin, gehackt
  • 1 TL Thymian
  • 1/2 Fenchelsamen
  • 100ml Geflügelfond

Zubereitung:

#1: Zutaten für die Marinade verrühren und einmal aufkochen lassen. Danach vom Herd nehmen und ziehen lassen. Ofen auf 200° vorheizen.

#2: Keulen putzen und mit Salz und Pfeffer würzen.

#3: Kartoffeln in grobe Stücke und Zwiebel in Spalten schneiden. In einem Gefrierbeutel mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und den Gewürzen mischen.

#4: Die Keulen beidseitig mit ca. 3/4 der Marinade lackieren. Oben darf etwas mehr und etwas dicker aufgetragen werden. Anschließend in eine Auflaufform legen und das Gemüse darum verteilen.

#5: In den Ofen auf die 2t-Unterste Schiene schieben und 20 Minuten backen.

#6: Nach den 20 Minuten etwas Geflügelfond angießen. Weitere 15 Minuten im Ofen lassen.

#7: Die Keulen mit der restlichen Marinade bepinseln und falls nötig nochmal etwas Fond angießen.

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Fleisch
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einfach, Hähnchen, Kartoffel
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Asiatische Rinderhüfte mit Spinat und Selleriestampf

Jens | 11. Januar 2012

Ein verspätetes Geburtstagsessen sollte es heute geben. Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen mir zu meinem gestrigen Geburtstag ein schönes fettes Steak auf den Teller zu zaubern. Als Beilage sollte es am besten noch ein Steak geben ;) . Garniert mit Steakpfeffer von Wiberg. So ca. das Einzige was bei mir auf ein gutes Steak drauf darf. Keine Kräuterbutter, keine Sauce, keine geschmorten Zwiebeln. Einfach nur Steak und diese wunderbare Pfeffermischung mit den Vanille-Salz-Pyramiden.

Naja. Ich war dann aber doch noch etwas länger unterwegs und Abends stand dann auch noch das Training an. Da wollte ich mir nicht vorher noch den Magen vollschlagen. Das Geburtstagsessen wurde dann auf heute verlegt. Im Supermarkt kam dann aber doch alles anders und so landeten die Zutaten für asiatisch angehauchte Rinderhüfte mit Spinat und Sellerie im Einkaufswagen.

Ich gebe zu. Nichts geht über ein geiles Steak. Die heutige Alternative hat mir aber auch sehr gut gefallen.

Zutaten:

  • ca. 300g Rinderhüfte, in dünne Streifen geschnitten
  • 2 cm Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • Chili (getrocknet, gemahlen)
  • Soja Sauce
  • 2 Hände voll Spinat
  • 1/4 Sellerie
  • 1 EL Sesam
  • 1 EL Butter
  • Prise Kreuzkümmel

Zubereitung:

#1: Das Fleisch mit 0,5cm kleingehacktem Ingwer, dem Knoblauch, Chili und etwas Sojasauce einlegen und ziehen lassen.

#2: Den Sesam kurz in der Pfanne (ohne Fett oder Öl) anrösten und in einer Schale beiseite stellen.

#3: Spinat von den Stielen befreien, waschen und trocken schleudern. Den Rest des Ingwers in dünne Stifte schneiden.

#4: Sellerie würfeln, ca. 10 Minuten kochen, abgießen und mit der Butter zu grobem Püree verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen.

#5: Den Rest Ingwer in dünne Stifte schneiden, in etwas Olivenöl anbraten, Spinat hinzugeben und ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten bis er zusammenfällt und mit Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

#6: Nun die Pfanne nochmal richtig heiss werden lassen. Das Fleisch von jeder Seite ca. 45 Sekunden anbraten und die Pfanne vom Herd nehmen. Den Spinat wieder hinzugeben, alles gut vermischen und kurz ziehen lassen.

#7: Anrichten (,Foto machen) und genießen

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Asien, Fleisch
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Rinderhüfte, Sellerie, Spinat
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gefüllte Hühnerbrust mit Tomatenrisotto

Jens | 20. Dezember 2011

Man Man Man … lang nichts richtiges mehr gekocht. Wenn man ständig spät nach Hause kommt und dann auch noch allein ist, macht es aber auch einfach nicht so viel Spass. Heute war allerdings meine Freundin zu Gast und somit musste mal wieder was ordentliches aufgetischt werden. Die Vorbereitungen machen zu zweit aber auch mehr Spass und alles geht leichter und schneller von der Hand. Zumindest meistens. Manchmal hab ich auch so meine Tage, wo ich das garnicht haben kann und ja niemand in die Küche kommen und mich stören darf. Einige von Euch kennen das wahrscheinlich ;) .

Gestern sollte es auf jeden Fall mal wieder was leckeres geben – aber einfach muss es sein. Und nicht zuviele Zutaten. Also gut: Risotto geht immer. Dazu eine gefüllte Hähnchenbrust. Fertig? Ja, fertig – und lecker!

Die getrockneten Tomaten gehen fast ein bischen unter im Risotto, verleihen dem Gericht aber einen wunderbaren tomatigen Geschmack und eine leicht rötliche Farbe. Zum Brüstchen muss ich nicht viel sagen. Gefüllte Brust ist immer gut. Gabs hier auch schon in der pilzigen Variante.

Alles in Allem ein sehr einfaches Gericht, welches aber sicher bei dem ein oder anderen einen “Oho-Effekt” auslöst.

Zutaten (für 2 Personen):

  • 2 Hühnerbrüste
  • TK Spinat
  • 1 EL Frischkäse
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 10 Scheiben Bacon
  • 1 Tasse Risotto
  • 1 Glas Weißwein
  • 5 getrocknete Tomaten
  • Gemüsefond
  • Parmesan
  • 1 Stück Butter

Zubereitung:

Spinat im Wasserbad auftauen. Kurz in etwas Olivenöl anschwitzen. Währenddessen Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Je ca. 1/4 davon zum Spinat geben. Kurz in der Pfanne ziehen lassen und dann vom Herd nehmen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und im Anschluss mit  dem Frischkäse in einer Schüssel vermischen. Eine Tasche in die Hühnerbrust schneiden, mit der Masse füllen und außen mit Pfeffer würzen. 5 Scheiben Bacon nebeneinander legen, die Brust darauf platzieren und einwickeln.

Die verbleibenden Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen in Olivenöl anschwitzen. Risotto hinzugeben und kurz mitbraten. Mit Wein ablöschen. Einkochen lassen, die sehr klein geschnittenen getrockneten Tomaten zugeben und dann nach und nach Fond dazu geben und immer schön fleissig rühren. Am Schluss mit Pfeffer, Butter und Parmesan abschmecken. Näheres zum Risotto gibts auch zB nochmal hier und hier.

Während man das Risotto zubereitet parallel den Ofen auf 150° vorheizen. Die Brüste kurz in die Pfanne legen und von beiden Seiten scharf anbraten. Danach (je nach Dicke) für rund 15 Minuten in den Ofen geben und fertig garen.

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Fleisch
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einfach, Risotto, Spinat, wein
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Indian Style Klapp-Burger

Jens | 11. November 2011

Nachdem Heike, Chef Hansen, Alice, Der Texaner und andere Größen der Foodblogger Szene bereits ihren Beitrag zum aktuell laufenden Burger Battle von Highfoodality abgegeben haben, habe ich mich also auch mal ran gemacht.
Da ich seit langem mal wieder richtig Bock auf Indisch hatte, entschied ich mich schnell für eine Indische Barbecue Sauce. Als “Halterung” für den Burger musste dann natürlich Naan Brot her. Die Beilage bildeten ein paar geschmorte Karotten und Zwiebeln, sowie ein wenig Rucola. Zuklappen und ab dafür.
Die Sauce war echt der Hammer und schmeckte am nächsten Tag leicht aufgewärmt auch nochmal richtig gut. Unbedingt nachbauen!



Zutaten:

  • Naan Brot (Rezept gibts hier)
  • Rinderhackfleisch
  • Garam Masala
  • Salz  und Pfeffer
  • Rucola
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
Für die Sauce:
  • 1/2 TL Koriandersamen
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Meersalz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • 1 EL Garam Masala
  • 1/2 TL Chili Flocken
  • 1 Zwiebel
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen

Zubereitung:
Rinderhack mit Garam Masala, Salz und Pfeffer würzen und durchziehen lassen. Rucola putzen. Karotte schälen und in feine Julienne (Streifen) schneiden. Zwiebel in feine Ringe schneiden.

Für die Sauce alle Gewürze in einem Mörser zerstampfen. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch sehr fein hacken und zusammen mit der Gewürzmischung zu einer Paste mörsern. Die Paste in etwas Olivenöl anbraten und mit den Tomaten ablöschen und leicht zuckern. Nun für gut 20 Minuten einreduzieren bis die Sauce schön dickflüssig ist. Parallel Naan Brote backen, Burger braten, sowie Karotten und Zwiebel in etwas Butter anschwitzen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Blog-Event LXXII - Burger Battle (Einsendeschluss 15. November 2011)

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Fleisch, Snacks & Quickies
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Hähnchen Kartoffel Tagine

Jens | 7. November 2011

Tagine oder Tajine ist ein typisches Nordafrikanisches Gericht. Tradiotionell bereitet man es in einem runden, aus gebranntem Lehm gefertigtem Schmortopf mit selbigem Namen zu. Da mir aber so eine Kochgerätschaft noch fehlt und ich auch keinen traditionellen Holzofen besitze, musste diesmal ein stinknormaler Bräter herhalten. Hat aber auch ganz gut geklappt.

Das Gericht ist superschnell vorbereitet. Ideal also, wenn man Gäste hat, da es die meiste Zeit im Ofen vor sich hin schmurgelt und man selbst nicht viel tun muss. Auch die Vorbereitung ist kinderleicht.

Das Einzige was an diesem Gericht wirklich schwer war, war die Gewürzmischung Ras El Hanout aufzutreiben. Drei Verkäuferinnen haben wir hier in unseren sehr gut sortierten Edeka Markt gefragt. Keine konnte helfen. Neben einem freundlichen “Wat?”, einem nachdenklichen “Hmmmm…. Wie heisst das nochmal?”, führte unsere Frage auch jedes mal zu einem deutlichen Gesichtszug der Unwissenheit. Experten deuteten sogar ein klares “Oh mein Gott, was wollen die denn jetzt von mir?” aus den Gesichtern.

Schlussendlich haben wir uns dann aber nochmal selbst auf die Suche begeben und das Objekt der Begierde ganz versteckt in der rechten unteren Ecke des Regals gefunden. Die Verkäuferinnen wurden natürlich umgehend über unseren Fund informiert. Nur für den Fall das in 2 Jahren nochmal jemand danach fragt. ;)

Zutaten (für 2-3 Personen):

  • 8 Hähnchen Unterschenkel, von der Haut entfernt
  • 2 Dosen Tomaten
  • 3 große, faustdicke Kartoffeln, in mungerechte Stücke gewürfelt
  • 1 Handvoll getrocknete Aprikosen
  • 1 große Zwiebel, sehr fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
  • 1 EL Ras El Hanout
  • 1/2 EL Koriandersamen
  • 1/2 EL Kreuzkümmelsamen
  • 100g Becher griechischer Joghurt
  • 2 Zweige frische Minze
  • 1 Prise Kreuzkümmel

Zubereitung:
Ofen auf 170° vorheizen. Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen und Ras El Hanout in einen Mörser geben und kräftig zerstampfen. Danach Zwiebel und Knoblauch dazu geben und zu einer Paste verarbeiten. Parallel etwas Öl in einem Bräter erhitzen und die Pasta dann darin kurz anbraten. Nun die Hähnchenschenkel dazu geben und kurz von allen seiten anbraten.

Aprikosen und Tomaten in ein hohes Gefäß geben und kurz durchpürieren. Damit das Hähnchen ablöschen. Die Kartoffelwürfel dazu geben und alles gut umrühren. Nun bei geschlossenem Deckel für rund eine Stunde im Ofen schmoren. Danach die Hitze auf ca. 130° reduzieren, den Deckel abnehmen um die Sauce ein wenig einzureduzieren. Nochmal gut 20-30 Minuten köcheln lassen. Die Kartoffeln ziehen sich in der Zeit schön mit der Sauce voll.

Währenddessen den Joghurt mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und frisch gehackter Minze verfeinern.

Die Tagine abschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Joghurt und zB Bulgur oder Reis dazu reichen.

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Afrika, Fleisch
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