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Neue Heimat

Jens | 28. November 2011

Endlich angekommen in der schönen Pfalz. Derzeit zwar deutlich kälter als in Düsseldorf und heute morgen auch ziemlich nebelig, aber dafür jetzt schon halbwegs häuslich eingerichtet in der neuen Bude.
Leider musste ich meine schöne rote, selbst zusammengestellte Küche in Düsseldorf zurück lassen. Aus Kostengründen habe ich erstmal die schon vorhandene Küche in der neuen Wohnung übernommen. Sie ist etwas älter, erfüllt aber ihren Zweck, denke ich. Ein bischen aufgestylt wird sie noch mit neuen Griffen und evtl etwas Farbe. Dann passt sie auch zum Rest der wirklich schönen Wohnung ,die Dank der Hilfe meiner Eltern und meiner Freundin nun auch endlich richtig schön sauber ist ;)

Gekocht habe ich erst einmal. Gestern gabs einen leckeren Eintopf, den ich die Tage bei Heike gefunden habe. Genau das Richtige für zwei hungrige, vom Fensterputzen erschöpfte Mäuler, die sich aufgrund einer noch nicht so 100%ig funktionierenden Heizung etwas von innen erwärmen müssen. Hackfleisch, Gemüse und Feta. Alles Rein. Lecker!

Die Arbeiten in der Wohnung sind leider noch nicht komplett abgeschlossen. Vieles muss noch erledigt werden und so kann es sein, dass der nächste Beitrag bzw. das nächste Rezept von mir noch ein wenig auf sich warten lässt. Die Wartezeit könnt ihr natürlich mit den alten Rezepten überbrücken ;)

PS: Den Gewinner unserer Kochbuchverlosung werden wir auch bald bekannt geben.

Beste Grüße aus Schifferstadt.

Jens

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Schnelle Küche: Salatburrito

Martin | 18. November 2011

Nachdem mich die Molekulargeschichte gestern ziemlich lange beschäftigt hatte, wollte ich diesmal etwas Schnelles zubereiten und nicht erneut die halbe Küche einsauen. Da ich mich die letzten 2-3 Wochen auch fast ausschließlich von Nudeln und Hacksauce ernährt hatte, war es mal wieder Zeit ein bisschen Vitamine, Salate usw einzubauen.

Beim Einkaufen nahm ich also die Standardsachen wie Paprika, Pilze, Gurke usw. mit und überlegte in der Zwischenzeit was ich damit machen konnte. Einfach nur Salat wollte ich nicht. Dann bin ich an der Mexican Ecke im Supermarkt hängen geblieben und habe eine Packung Weizentortillas mitgenommen.

Für viele, incl. mir, sind Tacos, Tortillas, Burritos etc. das Gleiche. Ich habe jetzt jedoch einmal 1 Minute meiner Lebenszeit geopfert um rauszufinden ob es da Unterschiede gibt und wenn ja, welche es sind. Es hängt von der Füllung und der Falttechnik ab.

Da meine Variante gefüllt und gerollt ist, ist es laut Definition kein Tortilla sondern ein Burrito.
Hier die Definition von tacoweb.

Weizentortillas mit Füllung, die bereits gerollt an den Tisch gebracht werden, nennt man Burritos.

Nun aber zu meinem Essen.

Zutaten für 4-5 Burritos:

  1. 1 gelbe und rote Paprika
  2. 200 gr Champignons
  3. 1 Packung Rucola
  4. 1/2 Salatgurke
  5. Salz & Pfeffer
  6. Akazienhonig
  7. weißer Balsamicoessig
  8. Walnussöl
  9. 4-5 Tortillas
  10. Sesamkörner

Die Tortillas bei 130-150° Umluft in den Ofen legen und anwärmen. In der Zwischenzeit die Paprika und Champignons putzen und in kleine Würfel schneiden. Salatgurke schälen und ebenfalls würfeln. Den Rucola waschen und alles zusammen in eine Schale geben.

Für das Dressing 2-3 EL Walnussöl mit 3-4 EL Balsamicoessig mixen (Verhältnis kann nach belieben geändert werden).  Einen guten TL Akazienhonig dazu geben und alles gut miteinander verrühren bis der Honig sich gut aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über den Salat geben. Sesamkörner in einer trockenen Pfanne anrösten und über den Salat geben.

Die Tortillas aus dem Ofen nehmen und mit dem Salat belegen, rollen und anrichten.

 

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Rezepte, Snacks & Quickies
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Balsamicoessig, Burrito, Champignons, Dressing, Honig, Paprika, Rucola, Salat, Schnelle Küche, Sesam, Walnussöl
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Italian Rumpsteakburger

Martin | 15. November 2011

Der Burgerbattle von Highfoodality hat mich inspiriert auch einmal wieder einen Burger zu produzieren. Burger mit normalem Hack gab es bei mir schon oft genug, also überlegte ich mir etwas anderes. Ich hatte noch Rumpsteak im Gefrierer. Eigentlich viel zu Schade um auf einem Burger zu landen, aber ich wollte einmal etwas ausprobieren.

Als Brot fand ich im Supermarkt ein Rosmarinfoccachia, das die optimale Größe für einen Burger hatte.
Dazu noch 1 Tomate, 1/2 Zwiebeln,1 Packung Rucola und Käse (frischer Parmesan war leider ausverkauft, daher musste eine Scheibe Gouda leider herhalten) und fertig war der Italienburger.

Zubereitung:

Das Rumpsteak habe ich ca 30-50 sek. von jeder Seite angebraten (zusammen mit den geschnittenen Zwiebeln), gesalzen und gepfeffert und dann gute 20-25 Minuten im Ofen bei 130° langsam medium gegart. Ich konnte nun endlich auch einmal mein Fleischthermometer benutzen was seit ca. 1 Jahr im Schrank liegt. Habe das Fleisch bei einer Innentemperatur von 60-65° aus dem Ofen genommen, in dünne Scheiben geschnitten und es war schön Medium gegart.

5 Minuten bevor das Rumpsteak fertig war, habe ich das Foccachia aufgeschnitten und ebenfalls mit in den Ofen gegeben.
Zur Restlichen Zubereitung eines Burgers muss ich denke ich nichts sagen. Das sollte jeder hinbekommen. Anstatt einer Burgersauce habe ich etwas von meinem Zitronengras-Olivenöl über den Burger geträufelt. Sehr lecker …

Burger offen
Italienrumsteak Burger


Blog-Event LXXII - Burger Battle (Einsendeschluss 15. November 2011)

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Italien, Rezepte, Snacks & Quickies
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Burger, Käse, Olivenöl, Parmesan, Rucola, Rumpsteak, Tomate, Zwiebeln
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Die etwas andere Art des Kochens, Teil 1: Kein Meister ist vom Himmel gefallen

Martin | 13. November 2011

Vor ein paar Tagen habe ich zufällig im TV eine Folge von Anthony Bourdain gesehen, in der er in Spanien unterwegs war. Normalerweise kennt man Anthony Bourdain wie er in fremden Ländern, exotische Speisen probiert und uns das Essen etwas anders näher bringt.

Dieses Mal jedoch war er in Spanien unterwegs und so wurde die sehr vielfältige und leckere Küche Spaniens gezeigt. Abgesehen davon, dass mir die ganze Folge über das Wasser im Mund zusammenlief, hat mich eine Sache besonders beeindruckt. Das Spiel mit Chemikalien / Zusatzstoffen die das Essen anders aussehen lassen. Bei uns besser bekannt als “molekulare Küche” oder “molekulares Kochen”. Weltweit bekannt geworden durch den Spitzenkoch Ferran Adria aus Spanien, der in dem Restaurant “El Bulli” in den 90er Jahren damit anfing.

Es war beeindruckend zu sehen wie z.B. “Früchte” entstanden die aussahen wie u.a. Erdbeeren, schmeckten wie Erdbeeren aber keine Erdbeeren waren, sondern diverse Pulver, pürierte Erdbeeren und Eis. Oder Lammfleisch welches mit einer schwarzen “Paste” eingerieben wurde und hinterher auf dem Teller aussah wie ein verbranntes Stück Kohle. Geschmacklich aber 100% Lamm war und innern zart Rosa medium gebraten.

Also machte ich mich im Internet auf die Suche nach Themen zum “molekularem Kochen” und wurde auch realtiv schnell fündig. In der Theorie klingt es eigentlich ganz einfach und sieht auch in der Praxis bei anderen immer einfach aus. Man benötigt nicht viele Zutaten, dazu ein bisschen Wasser und paar Pulver die für die gewünschte Konsistenz sorgen.

Ich besorgte mir ein Buch zum Thema Molekulare Küche für Anfänger, habe es innerhalb von 1-2 Stunden durchgelesen und bestellte im Internet eine kleine Grundausrüstung von der Firma Biozoon (Es gibt auch andere Produkte. Ich habe mich für Biozoon entschieden)

Nachdem ich nun also gelesen hatte wie es funktioniert und praktisch auch alle benötigten Zutaten zuhause hatte, wollte ich natürlich auch direkt loslegen und das Ganze testen. Ausgesucht hatte ich mir als einfaches Grundrezept einen “Fake-Orangenkavier”.

Benötigt werden 4 Zutaten.

  1. 130 ml Orangensaft
  2. 130 ml Wasser
  3. Algizoon Pulver
  4. Calazoon Pulver

Das wars auch schon. 4 simple Zutaten. Wasser, Saft und Pulver. Was soll da schon schief gehen? Eine Menge wie ich leider feststellen musste. Es ging schon los mit der Mengenangabe im Rezept.

Hier einmal das original Rezept von der Biozoon Seite:

Dosierung zur Herstellung von Gel-Kugeln

  • 2 gestrichene Löffel Algizoon in 120 ml kal­te Flüssigkeit (Brühe, Saft, etc.) einrühren
  • 5 gestrichene Löffel Calazoon in 130 ml Wasser einrühren
  • Algizoon-Lösung mit einem Löffel / einer Spritze in das Calazoon-Bad eintropfen

Schaut man sich nun das Rezept auf der Algiozoon oder Calazoon Dose an steht dort ein komplett anderes für das gleiche Ergebnis.
Dort stehen jeweils 4 Löffel von jedem Pulver und zusätzlich zu den 120ml kalter Flüssigkeit sollte man noch Wasser im Verhältnis 1:1 oder 2:1 hinzugeben.

1 Hersteller, 1 Produkt, 1 Ergebnis, 2 verschiedene Rezepte…
Das geht ja gut los. Ich probierte zuerst die Variante von der Produktdose und musste zusehen, wie meine “gelbe Masse” ins Calazoon Bad tropfte und alles andere als Kavierkugeln bildete. Es bildete sich eher eine orangene, dünnfasrige “Masse” die sofort zerfiel.
Das war wohl nichts. Als nächstes probierte ich die Mengenangaben aus dem Rezept der Internetseite.
120ml Orangensaft und 2 Löffel Algizoon bilden eine extrem klebrige Masse die sich super schwer mit kleinen Spritzen aufziehen lässt.
Es tropfte auch nicht aus der Spritze sondern lief als “Spaghetti” einfach nur aus der Spritze ins Wasser. Jedoch war die Konsistenz hinterher wie gewünscht, nur die Form war “Spaghetti” anstatt “Kavier”. Also probierte ich meine “Orangenspaghettis” und …. naja … es war Orange rauszuschmecken aber auch ziemlich viel “Glibbermasse”.

Diese Mischung war also auch nicht das perfekte Rezept. Ich brauchte 2-3 weitere Versuche was die Mengenangaben anging um ein halbwegs brauchbares Ergebnis zu erzielen. Am Ende hatte ich im Freestylemodus etwas produziert was orange war, halbwegs nach Kavier aussah und nicht direkt zerfiel. Geschmacklich schmeckte es nach Orange, hatte aber immer noch einen ziemlich künstlichen Beigeschmack.

Ich musste also gleich am Anfang meiner “Karriere” als Hobbymolekularkoch feststellen, dass selbst 4 Zutaten zuviel sein können, wenn man nicht genau weiß was man macht bzw. machen muss (Rezepte waren ja eigentlich vorhanden).

Die nächsten Tage und Wochen stehen bei mir weitere Experimente mit der molekularen Kochvariante an. Geplant sind perfekte Fake Kavier Sorten, Airs und Gelees. Ich hoffe, dass ich nicht bei jedem Rezept 5-10 Versuche benötige um das Ergebnis zu erzielen was ich mir erhoffe. Ich werde versuchen jedes “Experiment” zu dokumentieren und euch an meinem Fortschritt teilhaben zu lassen.

Mein Ziel ist es ein 3 Gänge Menü und 2 Snacks im Molekularstyle zu gestalten, was meine Freunde begeistern wird.
Machbar sollte es sein. Es könnte mich jedoch einiges an Nerven, Zeit und Zutaten kosten.

Zum Schluss noch ein Bild von meinem ersten brauchbarem Versuch des “Fake-Orangenkaviers”

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Fake-Kavier, Kavier, kochen, Küche, molekular, Orange
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Indian Style Klapp-Burger

Jens | 11. November 2011

Nachdem Heike, Chef Hansen, Alice, Der Texaner und andere Größen der Foodblogger Szene bereits ihren Beitrag zum aktuell laufenden Burger Battle von Highfoodality abgegeben haben, habe ich mich also auch mal ran gemacht.
Da ich seit langem mal wieder richtig Bock auf Indisch hatte, entschied ich mich schnell für eine Indische Barbecue Sauce. Als “Halterung” für den Burger musste dann natürlich Naan Brot her. Die Beilage bildeten ein paar geschmorte Karotten und Zwiebeln, sowie ein wenig Rucola. Zuklappen und ab dafür.
Die Sauce war echt der Hammer und schmeckte am nächsten Tag leicht aufgewärmt auch nochmal richtig gut. Unbedingt nachbauen!



Zutaten:

  • Naan Brot (Rezept gibts hier)
  • Rinderhackfleisch
  • Garam Masala
  • Salz  und Pfeffer
  • Rucola
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
Für die Sauce:
  • 1/2 TL Koriandersamen
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Meersalz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • 1 EL Garam Masala
  • 1/2 TL Chili Flocken
  • 1 Zwiebel
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Dose Tomaten (gehackt)

Zubereitung:
Rinderhack mit Garam Masala, Salz und Pfeffer würzen und durchziehen lassen. Rucola putzen. Karotte schälen und in feine Julienne (Streifen) schneiden. Zwiebel in feine Ringe schneiden.

Für die Sauce alle Gewürze in einem Mörser zerstampfen. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch sehr fein hacken und zusammen mit der Gewürzmischung zu einer Paste mörsern. Die Paste in etwas Olivenöl anbraten und mit den Tomaten ablöschen und leicht zuckern. Nun für gut 20 Minuten einreduzieren bis die Sauce schön dickflüssig ist. Parallel Naan Brote backen, Burger braten, sowie Karotten und Zwiebel in etwas Butter anschwitzen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Blog-Event LXXII - Burger Battle (Einsendeschluss 15. November 2011)

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